„Armes Ländle Schwein“

Es stinkt im Schnitzelparadies, und zwar gewaltig! Wenn man hinschauen würde, wie 77 Prozent der Schweine in Vorarlberg leben müssen, würde manch einem der Appetit gründlich vergehen. Eine reine Tierqual sind diese sogenannten „Vollspaltenböden“. Ohne jegliche Einstreu, auf Platten mit harten und scharfkantigen Betonspalten durchzogen, verbringen die Schweine darauf ihr ganzes Laben. Der Kot und der Urin sollte nach unten durchfallen, was aber nur teilweise passiert. Da lassen wir die Schweine leben und schlafen, auf viel zu engem Raum, in den eigenen Fäkalien, sechs lange Monate bis zum qualvollen Tod. Die Folgen sind fatal: Entzündete Gelenke, eine dreimal so hohe Todesrate, die Augen durch den Ammoniakgestank vom Kot und Urin gerötet, die Lunge entzündet. Und vor Langeweile nagen sie sich mit ihren abgeschliffenen Eckzähnen gegenseitig die Schwänze ab. Die Ferkel werden zudem ohne Betäubung kastriert. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Schweine dort niemals ihr Geschäft verrichten würden, wo sie schlafen. Man raubt ihnen jegliche natürlichen Instinkte und nimmt ihnen jegliche Würde. Nur für den kurzen Moment des Genusses? Euer Ernst? Wie aktuell unsere Landesregierung wiederholt beweist, ist der Schutz der Lebewesen kein politisches Thema, also liegt es an uns Kunden, wofür wir uns entscheiden. Qual oder Würde!

 Cindy Deutsch,

 Rankweil