Testungsmania

Sind alle unsere Coronamaßnahmen wirklich sinnvoll? Seit Grenzübertritte in die Schweiz wieder möglich sind, ist zu beobachten, dass im Kanton St. Gallen die Uhren anders gehen. Offenbar funktionieren all die Maßnahmen dort mit weniger Freiheitseinschränkungen – ohne ständige Panikmache! Einkäufe im Rheinpark sind mit Desinfektionsspendern und Abstand, jedoch ohne Maske erholsam. Die Leute dort leben trotzdem noch. Der Virologe Prof. Weiss der Uni Innsbruck spricht sich gegen allgemeine hysterische Testungen aus, aber diese sind bei akuten Fällen gezielt durchzuführen, um dann punktuell und schnell zu handeln. Das wäre gegebenenfalls besser, weil die Labore dann nicht überlastet wären und Ergebnisse vermutlich schneller ausgewertet werden könnten. Wozu sich testen lassen, wenn man sich nicht krank fühlt und keine Symptome hat? Die ampel- bzw. testgesteuerte Quittung dafür haben wir mittels Grenzübertritts-Zoff und Wintertourismusbremse mit Deutschland bereits erhalten. Unsere bayerischen Nachbarn dürfen jedoch, trotz nicht geringer Zahl an eigenen Infizierten, ohne Probleme zu uns kommen. Wir jedoch nicht zu ihnen. Haben wir uns vor lauter Hysterie- und Panikmache selbst ans Bein gepinkelt?! Haben wir vergessen, dass wir Menschen, auch ohne Corona sterblich sind und das aus mannigfaltigen Gründen? Situationsbedingt masketragend, mit Hygiene und Abstand kommen auch wir mit Corona vermutlich unaufgeregter zurecht!

 Kurt Höfferer, Hörbranz

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