Keine reine

Utopie

Vor Jahren hat das „Welt-Sozialforum“, ein sozial organisierter und engagierter Teil der Menschheitsfamilie den Slogan geprägt: „Eine andere Welt ist möglich“. Daran glaubten vor allem die von der jetzigen Welt-Unordnung Benachteiligten, die Arm-Gemachten. Mit der Enzyklika „Fratelli tutti“ („Alle Brüder/ Geschwister“) hat sich ihnen ein einflussreicher Global Player, nämlich Papst Franziskus angeschlossen. In seinem hoffnungsfrohen Glauben sagt er uns allen: Das sei „keine reine Utopie“! Es müsse eine Welt möglich sein, in der sich Menschen als Brüder und Schwestern anerkennen, Konflikte im Dialog lösen und auf dem Weg der Entwicklung niemand zurücklassen, sondern allen Raum zur Mitgestaltung geben. In dem 150 Seiten langen Dokument wirbt Franziskus dafür, nach dem Vorbild des heiligen Franz von Assisi, andere Menschen unabhängig von Herkunft und sozialer Zugehörigkeit in freundschaftlicher Offenheit „anzuerkennen, wertzuschätzen und zu lieben“. Wer meine, die globalen Probleme nach der Corona-Krise mit den alten Systemen lösen zu können, sei auf dem Holzweg. Nationale Interessen haben sich dem globalen Gemeinwohl unterzuordnen. Die Rolle der Vereinten Nationen soll gestärkt werden. Krieg und Rüstung als Mittel der Politik weist Franziskus rigoros zurück.

 Pfr. Helmut Rohner,

 Dornbirn

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