Nein zum Vollspaltenboden

Wie kann es sein, dass wir Hunde und Katzen lieben und Nutztiere (vom Menschen so benannt) so leiden lassen. 60 Prozent der über 2,7 Millionen Schweine Österreichs müssen bis zur Schlachtung auf einem katastrophalen Betonspaltenboden leben. In Vorarl­berg sollen es etwa 35 Prozent sein. Der Kot und der Urin fallen durch die scharfkantigen Spalten. Die Schweine führen quasi ein Leben auf dem Klo. Oft ohne Sonnenlicht, ohne frische Luft und ohne Stroh! Die Folge: Sie bekommen Augen- und Lungenentzündungen, sind kotverschmiert, haben Beulen, entzündete Gelenke und offene Wunden. Das Fleisch dieser kranken Tiere landet dann als Schnitzel oder Schinken auf dem Teller der Konsumenten. Zu oft sollen solche schlimmen Betriebe auch mit dem AMA-Güte­siegel ausgezeichnet werden. Kürzlich haben wir den Schweinen zu zweit nachgefühlt und 24 Stunden auf einem Vollspaltenboden verbracht. Rasch war klar, dass der steinharte Betonboden für jedes Lebewesen eine Zumutung ist. Landwirtschaftsministerin Köstinger jedoch beurteilt von ihrem gepolsterten Bürosessel aus, dass diese Haltungsweise artgerecht sei! Alle Tiere sind Lebewesen – keine Produkte. Kein Genuss der Welt rechtfertigt Tierquälerei!

 Sandra Flatschacher, Fraxern