Weihnachten ohne die Liebsten

Danke für das schöne Weihnachtsgeschenk, liebe österreichische Regierung. Es ärgert mich langsam wirklich maßlos. Seit Monaten brav zu Hause geblieben, kaum soziale Kontakte – bis auf engste Familie. Man hält sich seit Monaten an alle Regeln. Und nun ist sogar der engste Familienbesuch an Weihnachten und in den Weihnachtsferien verboten, wenn eine Grenze dazwischen liegt.

Österreicher – auch wenn sie nah an der Grenze wohnen – dürfen nicht in die Schweiz oder nach Deutschland einreisen, ansonsten müssen sie danach in Quarantäne.

Meine einzige Enkelin mit Familie wohnt in Deutschland. Meine Partnerin wohnt in Chur, ihre Familie und ich in Vorarlberg.

Selbst die engste Familie, die auch seit Monaten alle Sicherheitsmaßnahmen befolgt, muss nach einem Besuch in der Weihnachtszeit bei ihr in der Wohnung in Chur bei der Einreise nach Österreich in Quarantäne. Was unsere Regierung mit einer de facto Grenzschließung den binationalen Paaren und Familien mit Angehörigen im nächsten Ausland antut, ist zutiefst unmenschlich und passt für mich perfekt zu unserem Kanzler, dem jede Form von Empathie fremd ist. Wir werden das nicht vergessen.

 Stefan Schlenker, Dornbirn

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