Zukunft?

In E-Auto-Technologie alleine die Zukunft zu sehen, scheint kurzsichtig. Zwar werden die Ladezyklen kürzer, aber alleine die Überlegung, sollten so viele E-Autos, wie die heutigen Gesamtautozahlen unterwegs sein, gäbe es massive Probleme, freie Ladesäulen zu finden und genügend Ladezeit zur Verfügung zu haben u.a.m.. Die Verfügbarkeit von „Grünem Strom“ ist nicht überall so üppig wie derzeit bei uns. Sollte China in seinem Einflussgebiet, etwa im Kongo, und auch im eigenen Land die seltenen Erden oder Metalle zurückhalten und vorwiegend nur noch eigene Fertigprodukte auf den Weltmarkt werfen, wären unsere Hersteller, auch anderer umweltfreundlicher Produkte, mangels Rohstoffen zum Sterben verurteilt. Dabei ist das, was wir verdrängen, die katastrophale Umweltbilanz bei der Gewinnung der meisten dieser Rohstoffe, keinesfalls berücksichtigt. Das auf eine CO2-Reduktion bei uns, samt Verlagerung der Probleme in andere Länder zu reduzieren, kann keine reale Zukunftsvision sein. Elektroenergie-Musterland Norwegen verkauft massenhaft Erdöl und Erdgas in andere Länder, um sich selbst einer umweltfreundlichen Illusion hinzugeben. Dass diese fossilen Brennstoffe in anderen Ländern mangels fehlender Technologien keinesfalls umweltfreundlich genutzt werden, spielt dabei keine Rolle. So etwas will man bei uns weder hören noch sehen. Und: E-Autos erzeugen auch Feinstaub…

 Kurt Höfferer, Hörbranz

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