Schulöffnung gefordert

Sehr geehrte Entscheidungsträger, Herr Kurz, Herr Anschober und Herr Faßmann! Ich fordere Sie auf, ab den Semesterferien wieder den Schulbetrieb normal aufzunehmen. So wie auch das Institut für Kinder- und Jugendhilfe es fordert. Es ist für berufstätige Eltern und AlleinerzieherInnen eine Zumutung, die Arbeit der Lehrpersonen zu übernehmen. Es ist nicht immer möglich, nach elf Stunden nach Hause zu kommen und dann das Kind noch am Abend die Hausaufgaben machen zu lassen, weil in der Schule die Betreuung sich nicht zuständig fühlt, dass die Aufgaben gemacht werden. Teils ist die Aufgabenstellung unklar oder die Lehrperson nicht erreichbar.

Das Home-Schooling ist für alle, Kinder, Eltern und Lehrpersonen eine Zumutung, wenn es so lange dauert wie jetzt. Mit noch längerem Schließen der Schulen produzieren Sie als Entscheidungsträger mehr Schaden, als durch gelegentliche Ansteckungen in der Schule mit Covid-19 passieren könnte. Sie Herr Kurz und Herr Anschober, haben keine Kinder aufzuziehen und können sich das in keiner Weise vorstellen wie das zu bewerkstelligen ist. Das lernt und fühlt man erst, wenn man selbst damit zu tun hat. Eine längere Schließung der Schulen ist fahrlässig und verantwortungslos. Sehen Sie das endlich ein! Ein Schichtbetrieb hilft den Eltern auch nicht. Verwerfen Sie diese Idee. Die Schutzmaßnahmen innerhalb der Schule reichen.

 Bernhard Ortner, Mäder