Zu „Raserpaket“

Dr. Weh vertritt in seinem Leserbrief vom 11. April die Auffassung, die Tötung eines Menschen bei einem illegalen Autorennen als Mord zu verurteilen, sei Unfug. Das mag für Österreich zutreffen. In Deutschland gilt es strafrechtlich als vorsätzlicher Totschlag oder ggfs. Mord, wenn der Tod eines Menschen „billigend in Kauf genommen“ worden ist. Das ist etwa der Fall, wenn bei der Raserei eine uneinsehbare Kreuzung überquert werden muss, vor der beim Umschalten der Ampel auf Rot angesichts des hohen Tempos nicht mehr angehalten werden kann.

 RA Heinrich Kemper, Lauterach

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