NEUES VOM ZANZENBERG

Hast Du Antikörper?

Ob ich Antikörper habe, fragte mich der gerade von der 2. Impfung an den von der ­Vollkofferregierung verordneten Heimarbeits­platz heimkehrende Steinzeitbürger Smiley. Wie alle Verlogenen verfolgte Smiley das Weltlügen­wirtschaftsforum im Home Office mit Interesse für seine ­Lügenversicherung. Er packte gerade ­seinen Leberkässemmel aus, ­dessen Geruch mich dermaßen scharf ­verleberkäste, dass ich jäh zurückwich. Sogar sein Babyelefant haute laut trompetend ab. Gute Idee, dachte ich, und heizte ­meine ­Trompete1) an.

Ja! „Ich habe jede Menge Antikörper, sagte ich. Soll ich Dir sie um die Ohren sausen lassen, in den Mund spucken oder in den Hintern blasen?“ Da war es aus mit ­Smileys I-Gesicht. Sein voller Name war Paul Smiley Goldbauch aus Böngern, weiß der Teufel, wo das Nest ist. Er trug, nomen est omen, eine hübsche kugelrunde ­Wampe vor sich her und hockte meist auf dem schwarzen Killer-E-Bike, wenn er nicht auf den Klotzacker wanderte, um dort in „frühere Zeiten“ zurückzuknödeln, sobald er bei der 1938/39 für Anhänger der National­sozialisten gebauten ­Eigenheimsiedlung ankam.

Dornbirn, das damals als braunes Nest galt, ist heute eine vor sich hin bummelnde Achböllenstadt, an deren desinfizierten Hängen sich ­grünisch gebende Neureiche gut gespritzt in „­Schöner Wohnen“-Villen dummeln. Man sieht Steinzeitimbild 1 und wird so täglich dummgeimpft. Sie warnen schon vor der vierten ­Welle! Wo früher Schulkinder in Reihen zur Hausbank pilgerten, um Sparkässele zu leeren, ­marschieren heute 12 bis 15 – ­Jährige in Impfzentren, um sich „mit Erlaubnis der Eltern“ mit Biontech-Pfizer schnurstracks in „Kurz & ­Mücksteins Neue Normalität“ zu spritzen.

Auf Grund meiner ­Antwort grollte mir jetzt Smiley ebenso wie viele Regierungsdienstbare, darunter viele meiner ­verlogenen BekanntInnen, die sich seit Ausbrechen der pandämonischen DUMMPHTERIE verleugnen ließen und in ihre Häuschen verkrochen, um dort den Vorratskeller auszubauen, „falls es noch schlimmer kommt“. Das und „parieren“ (folga) war das einzige, was sie denken konnten, wenn sie mit Maske in der selbst gezimmerten Sauna hockten. Kein Wunder, der Hitler lag ja erst 80 Jahre zurück und nebelte noch immer in den Köpfen wie Chili-Leberkäs.

Ihre Unterwürfigkeit war so rasch gewachsen, dass sie sich, ohne es selbst zu merken, aus Bequemlichkeit, Gier und Konsumismus vom Menschen zum ­Vierbeiner rück­bildeten. Meine Bekannten gingen bereits mit ihren Hängebäuchen auf allen Vieren: Glückliche Hänge­bauchschweine! Als Hänge­bauchschwein fand ich Paul Smiley Goldbauch aus Böngern wieder ausgesprochen sympathisch, denn als Vierbeiner war er Natur und nicht mehr schädlich. Ich schlachtete Smiley und verspeiste ihn mit Gästen am Grill. So sprach ­Münchhausen am ­Zanzenberg. Mahlzeit!

1) Trompete = Volksausdruck für Joint

In „Neues vom Zanzenberg“ gibt W&W dem Gastkommentator Ulrich Gabriel Raum, seine persönliche Meinung zu äußern. Sie muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Blog unter: www.zanzenberg.blogs.tele.net

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