Positiv in die Zukunft

In der Pandemie wollten uns griesgrämige Zeitgenossen einreden, dass das Leben kein Wunschkonzert sei. Ich bin anderer Meinung: Es ist ein Wunschkonzert, nur werden in Zukunft andere Lieder gespielt. Die Krise hat uns eine Zwangspause verpasst, dadurch konnten wir die kleinen und schönen Dinge des Lebens mehr genießen.

Es liegt in unseren Händen, die positive Veränderung, die wir in den letzten Monaten in uns bemerkt haben, beizubehalten. Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern gestalten unser Leben selber. Vorbei soll es sein mit dem Zwang alles richtig machen zu müssen, mit dem übermäßigen Schwarzmalen und Polarisieren. Wir wollen nicht streiten, Andersdenkende ächten, fremde Chats lesen, Angst verbreiten, Jagd auf Verschwörungstheoretiker machen. Das alles überlassen wir unseren Obrigkeiten. Wir – das Volk – bringen mit unserem Optimismus die Wirtschaft wieder in Schwung. Wir verzichten auf die „Tagesschau“ und trinken stattdessen ein Gläschen mit unseren Lieben, gehen in unserer tollen Natur spazieren und tanzen in eine spannende Zukunft hinein. Wir lieben, wen wir wollen. Wir halten zusammen, Alt und Jung, Schwarz und Weiß, Laut und Leise, Dick und Dünn, Verklemmt und Freizügig. Wir sind viele, in Tausenden Varianten, keiner darf und möchte diskriminiert werden.

 Roland Geiger, Buch

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