Tierschutzgesetz – wen kümmert‘s?

Der § 5 (1) Tierschutzgesetz (TSchG) verbietet, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen. Dagegen verstößt (unter anderem) insbesondere, wer ein Tier Temperaturen, Witterungseinflüssen, Sauerstoffmangel oder einer Bewegungseinschränkung aussetzt und ihm dadurch Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwere Angst zufügt. § 13 regelt die Grundsätze der Tierhaltung. Im Absatz 2 heißt es: „Wer ein Tier hält, hat dafür zu sorgen, dass das Platzangebot, die Bewegungsfreiheit, die Bodenbeschaffenheit, die bauliche Ausstattung der Unterkünfte und Haltungsvorrichtungen, das Klima, insbesondere Licht und Temperatur, die Betreuung und Ernährung sowie die Möglichkeit zu Sozialkontakt unter Berücksichtigung der Art, des Alters und des Grades der Entwicklung, Anpassung und Domestikation der Tiere ihren physiologischen und ethnologischen Bedürfnissen angemessen sind.“ Gemäß Absatz 3 sind Tiere so zu halten, dass ihre Körperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungsfähigkeit nicht überfordert wird.

Den zuständigen Politikern, Funktionären und Behörden sind diese Bestimmungen offensichtlich völlig egal – sie setzen sich ungestraft seit Jahren darüber hinweg. Und das werden sie wohl auch weiterhin, denn sie wissen ja: Wo kein Kläger – da kein Richter.

 Walter Burtscher, Nüziders

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