Geimpft oder ungeimpft

Erst mit Impfen könne die Welt wieder zur Normalität zurückkehren. Ich sehe die Lage nüchterner. Niemand weiß, wie lange eine Impfung gegen Sars-CoV-2 tatsächlich schützt. Laut israelischem Ministerpräsident sind die Menschen, die mit zwei Dosen geimpft wurden, die am stärksten gefährdete Gruppe. Wie soll ich so etwas Paradoxes verstehen? Ist Israel ein Vorbild oder ein menschliches Versuchslabor? Ich finde Impfungen im Allgemeinen gut, ich bin jedoch gegen eine auferzwungene Impfung, vor allem, weil es sich um experimentelle Substanzen in der Testphase handelt. Ich frage jeden, der jetzt zu Schulbeginn Druck auf Eltern und Kinder ausübt: „Übernimmst du die Verantwortung für eventuelle Langzeitfolgen?“ Ich weigere mich, alle Impfgegner in einen Topf zu werfen. Die meisten sind einfach nur unsicher. Sie haben Angst um den Eingriff in ihr Immunsys­tem, dem sie mehr vertrauen als der Pharmaindustrie. Sie wollen nicht unter den Ersten sein, wenn die Schulmedizin etwas erfindet. Sie fühlen sich als Opfer einer enormen Desinformations- und Erpressungskampagne.

Jeder Mensch soll wählen ob er eine Impfung will oder nicht. So etwas kann nicht der Staat entscheiden. Da gibt es doch schon Artgenossen, welche behaupten, dass nur, wer sich impfen lässt, ein guter Mensch ist. Und dass Impfverweigerer auf Intensivbett und Beatmung verzichten sollen. Solche Aussagen sind menschenverachtend. Nur ein Narzisst unterscheidet zwischen den Guten und den Bösen.

 Roland Geiger, Buch

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