Freud und Leid

Zur Eröffnung der neuen „Car World“ in Lustenau

war die hohe Elite zum Smalltalk eingeladen.

Hat sich von den anwesenden Gästen und Politikern jemand gefragt, wie die Anrainer gegenüber mit der angeleuchteten Hausfassade leben? Wir sind Licht, Lärm und hohem Verkehrsaufkommen ausgesetzt! Auf unsere Beschwerden äußerte sich die Gemeinde: ist alles ordnungsgemäß bewilligt. Wir sollen uns einen Anwalt nehmen. Wir dachten Nachtruhezeit ist gesetzlich

geregelt. Vielleicht wohnen hier Schulkinder, ein kranker Mensch oder Berufstätige, die auch ihre Nachtruhe brauchen. Alles, was mir von meinen Großeltern,

Eltern, meinen Lehrer Herr Kolb, Herr Stadelmann, Frau Schobel, Pfarrer Held (aus Höchst) in den 70er-Jahren als Schülerin vermittelt wurde, holt mich jetzt ein. Sie lehrten mich die Mitmenschen und Nachbarn zu respektieren und Ehren, wie sich selber. Als direkt Betroffene und in der

Lebens- sowie Wohnqualität beeinträchtigten Nachbarn, wurden wir zur Eröffnungsfeier nicht eingeladen. Zwei Jahre hatten wir Baulärm und Staub zu ertragen (sogar Wochenende und Feiertag). Wir dürfen auch regelmäßig Verpackungsabfall aus dem Tankstellen-Shop entsorgen.

Zu unserem Leidwesen müssen wir öfter in der Woche während der Nachtstunden die Polizei wegen Nachtruhe-Störung kontaktieren. Wir forderten von Anfang an einen Lärm/Licht-Schutz für unser Anwesen, ohne Erfolg. Danke liebe Politiker!

 Marina Maric, Lustenau

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