Almabtrieb Dornbirn

Am vergangenen Wochenende kamen die letzten Tiere der Großalpen vom Firstgebiet wieder ins Tal. Allen voran der Wöster, Obermörzel und Unterfluh. Herrliches Wetter lockte zahlreiche Schaulistige an, um bei der Viehverteilung an der Enz dabei zu sein. Die Ankunft der Älpler mit ihren Herden, welche vom

tosenden Glockengeläut angekündigt wurde, sorgte für ein besonderes Spektakel. Die Stadtpolizei

hatte das Verkehrsaufkommen sehr gut im Griff – von dieser Stelle ein großes Dankeschön! Man kann

nur hoffen, dass in Zukunft keine massiven Veränderungen zu erwarten sind. Ich kann es mir nicht

verkneifen, festzustellen, dass durch diverse Umwidmungen von Grund und Boden für den Wohnungsoder Industriebau die Lage für die Bauern immer prekärer wird. Je weniger Vieh die Bauern im Tal

erhalten können, umso schwieriger wird es, die Alpen optimal zu bewirtschaften. Den zuständigen

Politikern sollte klar sein, dass das Bauerntum ein zentraler Bestandteil jeder Gemeinde ist. Und nicht

zu vergessen ist, dass der Alpauf- und Abtrieb als europäisches Kulturgut gilt. Es ist daher besonders

zu ehren, zu schätzen und sollte auch gewürdigt und gefeiert werden. Diese Werte, für welche das

Bauerntum steht, sollten wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Die von den Bauern erzeugten Lebensmittel sind unverzichtbar!

 Otto Ohrmeier,

 Dornbirn

Artikel 94 von 101
Wann & Wo | template