Zu: Umbau Pipeline

Liebe Frau Karin Köhler! Vielen Dank für Ihren Leserbrief im WANN & WO vom 10. Oktober bezüglich der Schnellfahrradstraße an der Pipeline in Bregenz. Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich selbst seit 30 Jahren täglich Rad fahre, noch nie ein Auto besaß und auch nie eines besitzen werde. Ich wohne in Wolfurt, in der Region Ach und leide extrem unter dem starken Transit-Verkehrsaufkommen zwischen den Dörfern. Ich kann Sie also besonders gut verstehen. Die Schnellfahrradstraße ist ein Unsinn und ein Verschwenden von Steuergeld. Alles, was dieses kurze Stück benötigt, ist ein Auswechseln der alten Fahrspur. Ab dem Strandbad Lochau ist der Weg ja asphaltiert und gut befahrbar. Dieser aufwendige Umbau ist vollends unnötig. Natürlich nehmen wir Rücksicht auf Badegäste. Ich bin ja selbst gerne dort beim Baden. Es ist alles vorhanden. Deshalb: Nein zur Schnellfahrradstraße Pipeline! Vorarlberg ist ein Land, in dem ein/e jede/r glaubt, unbedingt ein Auto besitzen zu müssen. Es ist „the extended Version of Wohnzimmer“. Es achtet niemand auf die Lebensqualität von anderen Menschen. Es gilt „Ich und meine Bequemlichkeit first“. Vorarl­berg benötigt schon seit Jahrzehnten eine Straßenbahnverbindung zwischen Bregenz und Feldkirch. Natürlich auch nach Lindau. Die Zugverbindung alleine reicht nicht, um die umweltzerstörerischen Blechlawinen der Leute zu stoppen. Die Gehprotesen/BürgerInnenkäfige der Leute sind eine Krankheit und belästigen Mitmenschen und ihre Lebensräume/Lebensqualität (Roland Düringer). Es ist unverständlich wie Menschen denken können, dass sie das elitäre Recht besitzen, als Person so viel urbanen Raum in Anspruch zu nehmen, um sich fortzubewegen.

 Daniela Fitz, Wolfurt

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