ÖBB in Vorarlberg

Seit 20 Jahren fahre ich jetzt mit Bus und Bahn. Jetzt, da die Spritpreise erhöht werden, gibt es noch Werbung für ein Öko-Ticket: „Steigen Sie um auf Bus und Bahn.“ Ich habe vieles dabei erlebt, aber

was ich – erstens – am Freitag, den 15. Oktober, erlebt habe, schlägt dem Fass den Boden aus: Ich fuhr um 12.25 Uhr von Schwarzach nach Feldkirch, Ankunft 13 Uhr. In Schwarzach kommt ein Zug mit ein paar Waggons daher. Ich konnte mir noch einen Sitzplatz ergattern. In meinem Zugabteil waren die Sitzplätze ansonsten alle belegt. Geschätzt bis zu 25 Personen befanden sich im Ein- und Ausgangsbereich. Ich fühlte mich eingepfercht wie in einem Viehwaggon. Dann erfolgte die Durchsage: „Im Zug ist Maskenpflicht. Versuchen Sie, Abstand zu halten.“ Ein Hohn gegenüber allen Mitreisenden! Und zweitens: Fahren Sie mal am Sonntag, mit einem Schnellzug von Feldkirch nach Dornbirn oder durchgehend bis zur Endstation Bregenz. Dieser Zug fährt in Feldkirch immer pünktlich ab. Meistens aber hat er in Dornbirn oder Bregenz drei bis vier Minuten Verspätung. Aber nicht, weil er irgendwo stehen bleiben muss. Nein, weil er das letzte Drittel in halbem Tempo fährt. Ein Witz. Viele Mitreisende müssen anschließend in einen Bus umsteigen. Meiner fährt nur alle zwei Stunden. Viele laufen so rasch sie können, damit sie ihren Bus noch erreichen. Warten Sie einmal zwei Stunden auf den nächsten Bus! Ist die ÖBB nicht fähig, ihre zahlenden Gäste würdig und pünktlich an ihr Ziel zu bringen?

 Christian Kreidl,

 Langenegg

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