Das Märchen von Nachhaltigkeit …

… und Umweltschutz. Es ist noch gar nicht lange her, da hat das Land (der Staat, der Steuerzahler) den Umstieg auf neuere, umweltfreundlichere Öl- und Gasheiz­ungen beworben und subventioniert. Jetzt werden wieder hunderte Millionen an Steuergeldern in die Hand genommen und es sollen bestehende und funktionierende Öl- und Gasheizungen herausgerissen werden und durch „umweltfreundlichere“ Erdwärmeheizungen oder Pelletheizungen ersetzt werden. Nachdem sich die Mehrheit wohl für eine Pelletheizung entscheiden wird frage ich mich, woher denn das ganze, so schnell nachwachsende, Brennholz denn herkommen soll. Vielleicht billig importiert aus Rumänien, wo die Holzmafia schon seit Jahren die Wälder à la Amazonas-Regenwald illegal schlägert (EU schaut zu)? In dem angeblich „armen“ und „zurückgebliebenen“ Land Brasilien fahren die meisten Leute umweltfreundlicher, als bei uns im „reichen“ Europa, nämlich mit Gas. Bei uns ist man in der Lage synthetischen Treibstoff herzustellen (Stichwort: Clean-Diesel). Man könnte schon Morgen damit beginnen, dies in Autos und Heizungen zu verwenden und dabei bis zu 65 Prozent C02-Ausstoß reduzieren – interessiert unsere Politiker nicht. Man rodet bei uns dafür lieber Wälder und baut auf grünen Wiesen neue Produktionsstätten

für neue Elektro-Autos (Herstellung, Betrieb und Entsorgung nach wie vor fragwürdig). Früher hat man Autos und Geräte gebaut, die zumindest wirtschaftlich mehr als zehn Jahre in Verwendung sein konnten. Will man heutzutage ja auch nicht mehr. Die Wirtschaft muss ja immer noch wachsen. Wenigstens gibt es noch ein paar wenige Individualisten, die mit Herzblut dabei sind, wenn in Reparatur-Cafés der kleine, alte Toaster oder die alte Kaffeemaschine repariert anstatt weggeworfen wrid. Was für ein Widerspruch!

 Helmut Zeiner, Lustenau

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