Solidarität

Kritik, sofern berechtigt zu akzeptieren, ist kein Problem. Ob und wie oft sich Leute impfen lassen, sollte jedem freigestellt sein und somit jedem Einzelnen obliegen. Aktive Ärzte und Pflegepersonal herabwürdigen zu wollen, wäre meinerseits unbeabsichtigt und scheint einem Lesefehler zu obliegen. In einer Zeit mit Grippe, Erkältungen u.a. Immunität zu stärken, scheint mir wichtig, auch wenn Manche nur immer Corona darunter verstehen wollen. Eigenschutz zu betreiben sollte wohl jedem denkenden Menschen möglich sein. Solidarität zu verlangen und für Minderheiten auszuschließen, entspricht einer Luftblasenphilosophie. Politische Schnellschuss-Engpassverhinderungsversuche mögen dem Sommer-Coronatiefschlaf geschuldet zu sein, um jetzt ungebremst Diktationismus walten zu lassen, entspricht typisch „unfehlbarer politischer Gangart“ gegenüber einer Bürgerminderheit. Dass immer noch teilweise differenzierte Meinungen zu Impfungen kursieren und diese einzig provisorisch zugelassen sind, 41,4 Milliarden Coronakosten auch Ungeimpfte tragen müssen, ist eine Tatsache. Wie in einer Diskussion angesprochen, krankt unser System an „politischer Allwissenheit“, Ehrlichkeitsverlust, Ablehnung offener Coronadiskussion wirklicher, internationaler Experten und politischer Willkür. Ggf. basierend auf Beratungen gutbezahlter, regierungsnaher, „unfehlbarer“, trotzdem sich immer wieder geirrt habender Gefälligkeitswissenschaft. Absolut nicht damit gemeint sind all jene, hervorragende Leistungen vollbringenden Ärzte und unser schwer belastetes Pflegepersonal, auf deren Schultern all das, vor allem derzeit abgeladen wird, was zuvor reduziert und eingespart wurde.

 Kurt Höfferer, Hörbranz

Wann & Wo | template