Silvesterfeuerwerk in Dornbirn

Viele Bürgerinnen und Bürger von Dornbirn ärgern sich über das alljährliche Feuerwerk zu Silvester im Wohngebiet von Dornbirn und hinterfragen diese „Tradition“. Die Stadtvertreterin Ingrid Benedikt hat bei der Stadtvertretungssitzung am 16. November 2021 die Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ersucht, dass die Ausnahmegenehmigung für das Abbrennen von Silvesterfeuerwerken im Siedlungsgebiet von Dornbirn nicht erteilt wird. Diesem Wunsch wurde leider nicht stattgegeben, obwohl die Argumentation für alle schlüssig war. Das alles kann im Videoarchiv angeschaut werden, unter Punkt 15, Minute 0:00 bis 0:27. https://stadtarchiv.dornbirn.at/stadtgeschichte/stadtvertretung-videos.

Das Pyrotechnikgesetz 2010, Fassung vom 4. 12. 2021, §38 gibt den Bürgermeistern/innen die Gewalt, für das allgemeine Verbot vom Abbrennen jeglicher Feuerwerke ab der Klasse F2, Ausnahmen zu erteilen. (Siehe auch Dornbirner Gemeindeblatt Nr 52-53, vom 23.12.2020, Seite 17+18). (https://assets.dornbirn.at/fileadmin/www.dornbirn.at/Kommunikation/Dokumente/Gemeindeblatt_2020/Gemeindeblatt-Nr-52-53-vom-23-12-2020.pdf).

Es ist somit ganz einfach festzustellen, wie leider Frau Bürgermeisterin Kaufmann nicht die schwachen Bürger und Bürgerinnen, Kranke und Kinder schützen möchte. Sondern sie würde bewusst diese Ausnahmegenehmigung laut §38 erteilen und stimmt so der unorganisierten Silvesterknallerei zu. Und das sind diese fatalen Signalwirkungen an die Bevölkerung und alle wundern sich über die Abnahme des sozialen Bewusstseins und Verantwortung der Menschen.

Übrigens reinigen am Neujahrstag sechs Mitarbeiter vom Dornbirner Bauhof die öffentlichen Bereiche. Viele Abfallreste der Silvesternacht bleiben aber tagelang in den Siedlungen, in privaten Gärten und auf landwirtschaftlichen Flächen liegen. Sehr geschätzte Frau Kaufmann, geschätzte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Österreich; Sie alle haben es in der Hand, ob Ihre Aussagen authentisch sind. Noch haben Sie ein paar Wochen Zeit sich zu überlegen, welche Gruppe von Bürgern ihnen wichtiger ist. Dazu gibt es genügend Vorbild-Gemeinden, die das Pyrotechnikgesetz nicht temporär aufheben.

 Günther Hilbe,

 Dornbirn

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