Vitamin D und Covid 19

Dieser Leserbrief enthält ausschließlich Daten aus bestätigten Studien. Der Autor ist kein Mediziner und bittet daher um kritische Stellungsnahmen ebendieser, da er selbst die Studien nicht beurteilen soll. Eine Studie aus Israel (20. Juli 2020, Eugene Merzon 14.022 Teilnehmer) zeigt bei über 50-Jährigen eine um 2,71 fache höhere Hospitalisierungsrate bei niedrigen Vitamin-D-Werten (um 18ng/l) gegenüber höheren Werten. Eine weitere Studie aus Israel(7. September 2020, Ariel Israel) zeigt bei niedrigen Vitamin-D-Werten ein um dreimal höheres Risiko, sich mit Covid zu infizieren. Die Daten wurden aus 4,6 Millionen Menschen gezogen, welche aus dem israelischem Gesundheitssystem CHS stammen. Von den Unikliniken Heidelberg und Tübingen (Borsche, Glauner, Mendel) liegt eine Zusammenfassung von 22 Studien vom 14. Oktober 2020 vor. Die Autoren sprechen von einem wohlgemerkt theoretischen Null­sterblichkeitsrisiko bei Covid bei Werten von über 50ng. Bei allen genannten Studien wurden zusätzliche Risiken wie Über­gewicht bereits eingerechnet, die Vitamin-D-Werte wurden vor der Infektion oder bei der Einlieferung ins Spital erhoben. Eine aus England stammende Studie (26. August 2020 Clair E, Hastie) mit 502 Probanden zeigt keinen positiven Effekt. Die Vitamin-D-Werte wurden allerdings 2006 bis 2009 erfasst. Der durchschnittliche Vitamin-D-Werte liegt in der EU bei 22,5ng. Vitamin D kann in unseren Breiten nur von März bis Oktober gebildet werden. In den Studien wird empfohlen zu supplementieren. Werte bis 100ng gelten als sicher. Das Thema Vitamin D und Corona sollte nach Meinung des Autors in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden.

 Rudolf Hämmerle,

 Dornbirn