’22:Schicksalsjahr für Achtalweg

Es gibt viele „Pros und Contras“ über den Achtalweg. Aber nur jemand, der wirklich diese „alpine“ Wanderung von rund acht Kilometern auf sich genommen hat, kann sich ein Bild machen, wie es um die Trasse (Substanz) wirklich steht. Durch die Sanierung des Rickenbach-Rotach-Tunnels wurden Gefahrenstellen beseitigt. Mit jedem Jahr verschlechtert sich allerdings durch Frost, Starkregen, Hochwasser und damit verbundenen Erdrutschen der Zustand der Trasse gewaltig. Wurde doch seit Auflösung der Wälderbahn im Jahre 1983 die Strecke dem Schicksal überlassen. Zum Glück gibt es noch Personen wie Werner Auinger, die mit Bickel und Schaufel den

Trampelpfad einigermaßen, für „Gotteslohn“ begehbar halten. Ohne diese Arbeiten wäre ein Wandern auf dieser Strecke schon lange unmöglich geworden. Aber noch bleibt die nicht zu unterschätzende Absturzgefahr, auf den manchmal nur rund 30 Zentimeter schmalen Pfaden über dem bis zu sieben Meter darunter liegenden Achbett. Logischerweise steigen die Kosten für eine Sanierung der Trasse durch weiters Abwarten immens. Die Strecke von Bozenau bis Egg (neun Kilometer) wurde 2014 um rund vier Millionen Euro saniert. Die acht Kilometer lange Strecke von Kennelbach bis Bozenau sollen plötzlich 42 Millionen Euro kosten? Die Vision eines Wander- und Radweges von Bregenz bis Bezau – trotz Natura 2000- Schutzgebiet und naturschutzfachlicher Ablehnung (Landesrat Johannes Rauch) – könnte mit viel Einsatz doch noch Realität werden.

 Heinz Jakoubek, Wolfurt