Achtal: Ein Juwel

Kürzlich waren wir im Achtal und wanderten knapp bis vor den ersten Tunnel. Romantik pur. Es wäre ein Erlebnis für jeden Vorarlberger und auch für Touristen. Sowohl als Wanderweg – und noch besser –als Radweg. Dass man Jahrzehnte nichts gemacht hat, hinterlässt natürlich Spuren. Aber eine Umsetzung zur Sanierung wäre absolut in kurzer Zeit möglich. Schon das Wälderbähnle hatte an allen kritischen Stellen Steinschlagsturzwände aufgestellt. Die Holzdielen sind allerdings marode. Alle Stützen (stark einbetonierte Metallschienen) sind jedoch vorhanden. Sie müssten nur mit Steinschlagnetzen behangen werden. Es wäre dasselbe System wie auf der Straße nach Emsreuthe. Der Felssturz, der zur Beendigung der Wälderbahn führte, wäre kein Grund gewesen, da eine Schienenverlegung möglich gewesen wäre. Der ÖBB kam das allerdings gelegen. Die angegebenen Sanierungskosten zum Ausbau als Radweg von zuerst 42 Mio. Euro, dann von Zadra auf 45 Mio. Euro erhöht(!), sind absolut unrealistisch. Die Hälfte wird zur Erhaltung für die nächsten 30 Jahre dazu kalkuliert (unlogisch, wurde noch nie bei Kostenvoranschlägen gemacht). Ich bin jedenfalls auf die neuerliche Studie gespannt. Ich lade alle Vorarlberger ein, dieses wunderbare Achtal anzusehen. Die Wanderung beginnt bei Head in Kennelbach. Achtung: Beschränkte Parkmöglichkeiten, deshalb am besten per Rad/Öffis anreisen, Picknickmöglichkeiten sind vorhanden. Werner Auinger hat in jahrelanger Arbeit dafür gesorgt.

  Oskar Piffer, Dornbirn