Gegen das Gesetz

Welche politische Scheinheiligkeit wohl dahintersteckt, die Erbschaftssteuer generell abzuschaffen? Dafür jedoch (verschleiert) eine bis zu 15-fach höhere Immobilienübertragungssteuer mit Stufensätzen nur für aufrecht im Privatbesitz gehaltenen Immobilien einzuführen. Besteuerungsgrundlage ist der Zeitwert, zahlen müssen es auch die engsten Familiennachkommen.

Für Grund und Immobilen in einer Gesellschaft geparkten Immobilie zahlen die Erben von den Besitz­enden nichts und können unbeschränkt nutznießen. Wirklich eine tolle Lobbyarbeit gewisser Mächte der Wirtschaft in die gesetzgebenden, politischen, österreichischen Institutionen. Österreichs Immobilien und Grundstücke mit zweierlei Maschen für die Erben und Nutznießer zu versehen, lässt die österreichischen Politiker aller Couleur im wahren, grellen Licht erscheinen.

Es erinnert an vergangene Zeiten, es ist moderne Ausbeutung, fast sklavisch, durch überhöhte Strafzahlung und diskriminierende Bewirtschaftung des Erbes zugunsten von Günstlingen der hohen Herren. Ist dies wirklich die Absicht der Mehrheit der österreichischen Wirtschaft, durch diese offensichtlich einfältige Bevorzugung sowie Diskriminierung der Bewirtschaftung von Immobilien für ihre Erben Vorteile zu schaffen und andere nicht begünstigte Erben durch erhöhte Steuern zu schädigen. Darum weg mit dem Stufensatz bis zum 15-fachen, er ist straffälliger Rechtsbruch. Eine echte Erbschaftssteuer von 0,5 Prozent für alle Erben/Familiennachkommen von Immobilien in Österreich wäre gerecht und der Staat wäre zufrieden.

  Rudolf Hämmerle,  Dornbirn

Schreiben Sie...

...uns Ihre Meinung mit einem Leserbrief!

Am besten per E-Mail an:
leserbriefe@wannundwo.at

Per Post an:
WANN & WO,
Gutenbergstraße 1,
6858 Schwarzach.

Kürzungen vorbehalten.