Fischkonsum auch keine Alternative

Bis vor wenigen Jahren habe ich noch sehr gerne Fisch gegessen. Mit „gutem Gewissen“, wie ich damals dachte – gesund, leicht, umweltbewusst.

Mein Umdenken begann mit dem Tauchen. Bei meinen ersten Tauchgängen im Mittelmeer stellte ich mit Schrecken fest, wie leergefischt dieses ist. Ich hatte mir das Meer voller Leben vorgestellt und wurde bitter enttäuscht. Einen Fischschwarm, einen Oktopus unter Wasser anzutreffen, war geradezu ein Glückstreffer. Zwei Jahre später tauchte ich in einem Gebiet, in dem seit vielen Jahren strenges Fischereiverbot gilt. Und siehe da – das reinste Aquarium. Einfach herrlich! Seither denke ich immer, wenn mich ein Verlangen nach Fisch überkommt, wie schön es wäre, ebendiesen Fisch statt auf dem Teller lebend im Wasser anzutreffen. Und schon fällt der Verzicht darauf ganz leicht.

Aber was ist mit geangeltem Thunfisch und auf Firschfarmen gezüchtetem Lachs? Leider nein! Der Film „Seaspiracy“ zeigt, dass man sich auf Siegel nicht verlassen kann und Fische in Fischfarmen mit Fischmehl gefüttert werden, das aus wild gefangenen Fischen besteht. So wird der Konsument an der Nase herumgeführt und die weltweite Fischerei-Industrie fischt munter weiter. Solange, bis es gar keine Fische mehr gibt!

  Birgit Lins, Schwarzach