Die Regierung kann etwas

Gott sei Dank dürfen Sex­ualstraftäter nicht mehr einen Beruf ausüben, der mit Jugendlichen zu tun hat. Da kommt unsere Regierung jetzt sehr früh auf diese Gesetzesnovelle. Das ist wirklich ein Meilenstein.

Bei der ersten Migrationswelle, als die Regierung händeringend um Pflegefamilien für unbegleitete Minderjährige gebeten hat, mussten wir einen Strafregisterbescheid beantragen, dass wir nie pädophil verurteilt wurden. Kosten etwa 40 Euro pro Person. Zugeteilt wurde in drei Jahren übrigens niemand. Die Frage ist, ob jetzt jeder der mit Jugendlichen arbeitet so ein Strafregister vorlegen muss, so wie wir als eventuelle Pflegeeltern?

Für die Regierung ist das über die Hintertüre ein gefundenes Einkommen. Jeder Lehrer, Kindergärtnerin, Sporttrainer, Skilehrerin, Taxifahrer, Reitlehrerin, Arzt, Physiotherapeutin und so weiter muss de facto diesen Beleg vorlegen. Sexualstraftäter haben überhaupt nicht in Berufen zu arbeiten, die mit Jugendlichen zu tun haben. Ich denke, die Regierung hat im digitalen Hinterkopf die Daten von verurteilten Straftätern. Dann wäre es doch nicht so schwer, diese Personen bei Arbeitsantritt herauszufiltern. Ich kenne Menschen die ohne Impfung nicht angestellt oder gekündigt wurden. Sind jetzt beide Straftäter? Die Regierung kann was.

  David Feurstein, Lochau