Gut reagiert, unser Glück

Bei unserer Heimfahrt am 15. August 2022 aus Richtung Krumbach fuhr in der Nähe der Brunsttobelbrücke ein PKW von Doren kommend mit großer Geschwindigkeit auf der falschen Fahrbahnseite auf uns zu. Sekundenschnell riss ich meinen Tiguan auf die linke Gegenfahrbahn und verhinderte einen Frontalzusammenstoß. Der Wagen schoss rechts vorbei, den seitlichen, steilen Hang entlang, um dann wieder rechts mit der Metall-Leitschiene zu kollidieren. Danach fuhr das Auto wieder nach links auf das entgegenkommende Fahrzeug zu. Mit viel Glück und guter Reaktion konnte der mir nachfolgende Fahrer seinen Wagen auf die Gegenfahrbahn steuern, um ebenfalls den Frontalzusammenstoß zu verhindern.

Gott sei Dank hatten wir beide keinen Gegenverkehr und konnten gerade noch ausweichen. Anschließend stieß der Opel Corsa in die linksseitige Mauer – die Frontpartie wurde total beschädigt.

Ohne Leitplanken wäre der Wagen rechts in die Tiefe gestürzt. Inzwischen bin ich zum Unfallwagen zurückgefahren, um eventuell helfen zu können, da ich im Rückspiegel alles beobachtete und von einem schweren Unfall ausging.

Die 73-jährige Lenkerin hatte vermutlich medizinische Probleme oder es versagten die Bremsen.

Die Dame saß regungslos im Fahrzeug und öffnete zeitweise die Augen. Durch den Einsatz der Feuerwehr wurde das schräg stehende Auto gesichert. Die Helfer des Roten Kreuzes bargen die Verletzte und brachten sie in den bereitstehenden Rettungswagen. Auch ein Arzt war vor Ort. Ein Glück war es auch, dass bei dem Aufprall der Wagen kein Feuer fing und aus dem Motor nur Rauch entwich. Ansonsten wäre bei der Schräglage des Wagens eine schnelle Rettung der Fahrerin problematisch gewesen.

Gerne würden wir uns, da vermutlich mit dem Leben davongekommen, bei den unbekannten, vorbildlichen Helfern (Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Passanten – auch psychologische Hilfe) nochmals bedanken.

  Maria Welte und

 Heinz Schmidt,

 Bregenz