Hochwasser-freundliche Stadt Bregenz

Ich verstehe die Welt nicht mehr, wenn man in Zeiten wie diesen, in denen Klimaextreme zunehmen, nicht vorausschaut und und die Stadt zuasphaltiert. Die gepflasterten Straßen konnten noch eine Menge Regen aufnehmen, aber der Asphalt wird die ­Wassermengen in die Häuser spülen. Die Abflusskanäle werden die Wassermengen nicht mehr abtransportieren können und das Wasser daher wie Springbrunnen in die Höhe schießen lassen. Wenn wir bei extremer Hitze durch die Stadt bummeln, vergeht uns alles und wir werden nicht mehr die Geschäfte, sondern das Grüne suchen. Außerdem ist die momentane Situation mit den Baustellen in der Stadt eine Zumutung – diese strapazieren unsere bereits angespannten Nerven noch mehr. Ist eine Stadt mit schön gepflasterten Straßen altmodisch oder so ­unpraktisch, dass man die teurere und schlechtere Alternative wählt? ­Außerdem kostet das die Stadt, die ohnehin schon so verschuldet ist, eine Unmenge Geld. Wenn man aber beim momentanen Pipeline-Projekt eine praktischere Lösung anstrebt, dann heißt es, die Stadt habe kein Geld dafür! Ich beobachte auch, dass gewisse Projekte wie Stadtplanung, Pipeline-Umbau, etc. noch nicht ausgereift sind und schon beginnt man sie umzusetzen. Ist es nicht mehr wichtig, dass für die Menschen das Beste gemacht wird? Hauptsache, es wird alles schnell ­umgesetzt!

  Monika Schmid-Gut,
 Lauterach/Hörbranz