Wenn Bäume schreien könnten …

… wäre ganz ­Bregenz erschüttert. Die ­Stadtvertretung hat bei einem Gespräch mit uns angekündigt, dass die ­Pipelie nach dem Marathon gesperrt werde. Warum bringen sie jetzt schon die großen alten Bäume um? Haben sie Angst, dass – wenn die Bagger auffahren – die Menschen aufgerüttelt werden und es sich nicht einfach gefallen lassen, dass an ihrer Pipeline soviel zerstört wird? Ich habe einen Brief übergeben mit der Bitte, dass ein kurzer Teil der „alten Pipeline“ – vom Ende der neuen bis zum kleinen Badehäuschen samt den fünf alten Stiegen und der Grünfläche mit den alten großen Bäumen – für uns Ruhe- und Natur­suchende erhalten bleibt. Ich habe auch viele Lösungs­möglichkeiten notiert, bswp. könnte man die kurze Strecke als „Begegnungszone“ gestalten. RadfahrerInnen würden auf dem kurzen Teil der gesamten Pipeline nur wenige Minuten ­verlieren. Ich glaube, das wäre durchaus zumutbar. Diesen ­kurzen Teil der alten ­Pipeline könnten man auch als „historische ­Besonderheit“ sehen. Die jungen Bäume der ­neuen Pipeline ersetzen die alten großen nie mehr! Außerdem werfen sie ihre Schatten vor allem auf den Asphalt, wo wir Badende uns nicht aufhalten. ­Wieviel Geld würde man auch sparen!

Monika Schmid-Gut,
Lauterach und Hörbranz