Wöchentliche Energiespar-Tipps

Wenn man – frei Haus – über wöchentliche Energiespartipps informiert wird, die via Feldkircher Anzeiger ins Haus flattern, dann fragt man sich als jemand, der sich dessen bewusst ist,

dass Energiespartipps an sich nützlich sind: Wer spart da auf Kosten von wem was? Wo und wann weichen die großen Energie-Schleudern nützlichen Verfahren und Vorgehensweisen und auf wessen Kosten? Wie sehen diese aus? Auch diese Woche wurden wiederum Energiespartipps „vergeben“. Wenn dem Leser aber definitiv zur Kenntnis gebracht wird, dass das größte Energiesparpotenzial darin bestehe, dass die Duschtemperatur reduziert wird, am besten nach dem Motto: „Wer kalt duscht, spart am meisten“, dann reicht es! Dies deshalb, weil nirgendwo klar definiert wird, wo denn an ein Energiesparen mit ganz großer Vorbildwirkung und Notwendigkeit im öffentlichen Raum gedacht wird!

Beispiel: Beleuchtung aller öffentlichen Objekte in Vorarlberg – ab welcher Stunde und wie lange? Herunterfahren der Heizung in unbenutzten Großräumen – in welchen Zeiten möglich? Kommende

Weihnachtsbeleuchtungen in öffentlichen Räumen – wie in privaten? Und erst dann reden wird darüber, ob es denn im Hinblick auf den kommenden Winter überhaupt zu verantworten ist, dass die Menschen im Land eiskalt duschen sollen. Diese konzeptlose Verantwortungsverschiebung von oben nach unten stellt eine ungeheuerliche Zumutung dar!

Angela Tischler,

Feldkirch