Ursachen benennen

Zum Leserbrief „Tierschutztag: Schlimmer geht’s nimmer” in WANN & WO vom 13.11.: Es ist sehr wichtig, dass an die Missstände bei den Kälbertransporten immer wieder erinnert wird. Genau so wichtig wäre auch das Benennen der Ursache dieses Elends: Um unseren hohen Bedarf an Milchprodukten zu befriedigen, braucht die Milchindustrie viele und leistungsstarke Milchkühe. Diese müssen zur Beibehaltung eines großen Milchflusses jährlich meist künstlich geschwängert werden. Die kurz nach der Geburt den Müttern entrissenen Kälber fallen in so riesiger Anzahl an, dass sie ins Ausland exportiert werden müssen. Mit dem Milchproduktekonsum finanziert man also auch die Kalbsfleischindustrie und damit die belastenden Transporte mit. Bitte werden wir wieder menschlicher. Auch im Umgang mit Tieren. Das Ziel muss doch sein, die Abschaffung jeglicher Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren durch Verzicht auf Tierprodukte. Wir haben die Wahl – die Tiere nicht.

  Renato Werndli,

 Eichberg (CH)

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