Prozentuale Anpassung der Inflation ist ungerecht

Eine Inflationsanpassung ist dazu da, dass man sich das „Leben“ (Grundwerte wie Miete, Essen, Kinder) leisten kann. Ist diese aber prozentuell für alle, dann bekommen gerade die Geringverdiener am Wenigsten. Logisch: Fünf Prozent von 1000 Euro sind halt nun mal weniger als fünf Prozent von 10.000 Euro. Bekäme aber jeder einheitlich z.B. 400 Euro pro Monat mehr, ist das für den Geringverdiener viel, und für den Gutverdiener wenig. Die Gewerkschaften kämpfen für Erhöhung des Mindestlohn, nicht für den Luxus. Und da man sich ab einem Einkommen von 5000 Euro über die Teuerung der Grundwerte keine Gedanken mehr machen muss, sondern nur über den Luxus darüber hinaus (Zweit-/Anleger-/Ferienwohnung, Autos, Urlaub), wäre diese Form der Erhöhung gerechter. Obwohl eigentlich, meiner Meinung nach, Gutverdienern überhaupt keine Inflationsanpassung zusteht. Sie sollten über Gewinne ihrer Arbeitgeber für gute Leistungen ihre Gehaltserhöhungen bekommen.

  Brigitte Köb,

 Hörbranz