„Wenn die Zukunft Sorgen macht“

Sonja hofft, sich in der Pension den einen oder anderen kleinen Traum leisten zu können. Foto: Elizaveta Tomashevska

Sonja hofft, sich in der Pension den einen oder anderen kleinen Traum leisten zu können. Foto: Elizaveta Tomashevska

Sonja (51) aus Schwarzach führt ein gutes Leben, hat zwei Kinder, eine Wohnung mit kleinem Garten, einen soliden Job und ist immer gern mit ihren Freundinnen unterwegs. Doch sie ist um ihre Zukunft besorgt.

„Wir machen viele Ausflüge – machen Nordic Walking hier in Vorarlberg. Und hin und wieder gönnen wir uns einen Städtetrip“, verrät Sonja. Erst unlängst war sie mit ihrer Clique in Lissabon. Ob sie sich das in Zukunft aber noch leisten kann, wisse sie nicht, wie sie zugibt.

Spricht man mit Sonja über ihre Zukunft, wirkt sie wie ausgewechselt. Plötzlich tauchen Sorgen­falten in ihrem sonst so fröhlichen Gesicht auf. „Meine Pension wird überschaubar ausfallen. Ich war einige Zeit für unsere Kinder daheim und habe viele Jahre ge­arbeitet“, so Sonja: „Aber klar hatte ich nicht die lukrativsten Jobs.“ Mit ihrem Ex-Mann hat sie ein gutes Verhältnis, selbst wenn sie seit Jahren getrennt leben. Für ganz fair empfindet sie es dennoch nicht, dass ihr finanziell gesehen in der Pension manches auf den Kopf fallen wird.

Weiblicher Blick

Wie Sonja geht es vielen Frauen in Vorarlberg. Drei Mal häufiger sind sie von Armut in der Pension betroffen als Männer. „Ich möchte später keine Luftsprünge machen, aber eben auch nicht auf meinen gewohnten Lebensstandard verzichten“, meint Sonja nachdenklich. „Und eigentlich habe ich immer gehofft, mir in der Pension den einen oder anderen kleinen Traum verwirklichen zu können.“ Vor einigen Monaten ließ sich Sonja nun von ihrer Bank beraten und startete eine Vorsorge. So baut sie sich heute ein kleines Polster auf. Ob das für ihre Wünsche in der Pension tatsächlich reicht, ist sich Sonja aber nicht sicher. Jungen Frauen rät sie, frühzeitig an ihre Vorsorge zu denken: „In meiner Jugend war die ­Pension kein echtes Thema für mich. Heute würde ich mir wünsche, es wäre anders gewesen.“

Nicht nur Sonja ist von dieser Situation betroffen, weshalb die Raiba darauf aufmerksam machen möchte, dass es genau dafür ­Beratungsgespräche gibt. WERBUNG