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„Es hat mich gleich gepackt“

Der professionelle Poledancer Peter Böckle (24) ist ein wahrer Meister der absoluten Körperbeherrschung.  Fotos: MiK

Der professionelle Poledancer Peter Böckle (24) ist ein wahrer Meister der absoluten Körperbeherrschung.  Fotos: MiK

Magic Mike ist Schnee von gestern – ab jetzt heißt es ­„Männer an die Stange“! W&W traf den Poledancer Peter Böckle.

2014 hat den gebürtigen Götzner Peter Böckle das Poledance-Fieber erwischt – und er ist augenscheinlich sehr gut darin. „Entweder Poledance hat dich, oder es hat dich nicht. Mich hat es gleich gepackt!“, erklärt der 24-Jährige überzeugt. Auf die Sportart ist Peter gestoßen, als er eine Alternative zum Training im Fitnessclub gesucht hatte. „Ich habe mich informiert und war sofort von den vielen Möglichkeiten und der Gruppendynamik begeistert. ‚Exotic Pole‘, ‚Pole Theatre‘, ‚Pole Sports‘, uvm. – Poledance ist extrem facettenreich und als Sportart noch jung. Die Anerkennung als olympische Disziplin ist nur noch eine Frage der Zeit.“ Die Tatsache, dass männliche Poledancer im mitteleuropäischen Raum eindeutig zur Minderheit gehören und die Trendsportart massiven Stereotypen und Klischees ausgesetzt ist, stört den gelernten Ingenieur nicht. „Manche Leute denken immer noch, wir wären Go-go-Tänzer. In Russland, Spanien oder Südamerika ist man schon viel weiter – dort sind auch deutlich mehr Männer vertreten.“

„Es wird gerne gestichelt“

Bei der Frage, ob es beim Poledance auch des Öfteren zum Konkurenzkampf zwischen den Geschlechtern kommt, schmunzelt Peter. „Es wird natürlich gerne mal gestichelt, aber die Unterschiede sind mehr in der Physis auszumachen. Frauen sind definitiv beweglicher und haben mehr Ausdauer. Die Männer können jedoch schneller ihre Kraft abrufen und die Grundstärke ist etwas höher. Manche Damen kommen zu uns und haben mehr Respekt vor blauen Flecken bzw. Nacktheit, als vor der Pole selbst“, erklärt der 24- Jährige. Dass der passionierte Poledancer weiß, was er macht, zeigte sich spätestens nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2017 beim ersten Antritt. „Da in Österreich noch kein Verband existiert, habe ich mich entschlossen, mein Glück bei der Deutschen Meisterschaft in Dortmund zu versuchen. Ich konnte es zuerst gar nicht glauben, als ich die Punktezahl gesehen habe“, erzählt Peter begeistert. Das große Ziel des 24-Jährigen ist, zu klangvollen Namen wie Evgeny Greshilov oder Michelle Natoli in die „Eliteklasse“ des Sports aufzusteigen. Die Redaktion wünscht viel Erfolg!

INFOS

Peter Böckle

Alter: 24

Wohnort: Hard (aus Götzis)

Beruf: Gelernter Ingenieur und ­Betreiber der Tanzschule „Pur Dance“

Instagram: peter_boeckle

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