Ein „Nestbau“ über Nenzing

Hausbau in ­Eigenregie: Bianca und ­Manfred haben sich über ­Nenzing ihr Traumhaus gebaut und zeigen die ­Baufortschritte auf ihrer ­Instagram-Seite.


Der Traum vom eigenen Haus, wer träumt ihn nicht. Bianca und Manfred haben sich genau diesen Wunsch erfüllt und in Eigenregie, mit Hilfe von Familie und Freunden, ihr kleines Paradies über dem Walgau gebaut. „Mit der Geburt unserer Tochter ist es in der alten Wohnung einfach zu eng geworden. Wer allerdings den Wohnungsmarkt kennt, weiß, dass sich die Kaufpreise und die Mieten auf einem historischen Hochstand befinden. Mit den familiären Möglichkeiten und dem damit verbundenen handwerklichen Geschick, war für uns schnell klar, dass wir gut beraten sind, unser neues Eigenheim in Eigenregie zu planen und mit Familie und Freunden gemeinsam unser ,Nest‘ zu bauen“, erzählt Bianca. Viel Zeit und Energie haben die beiden in die Planung investiert, bei der die Familie und befreundete Architekten geholfen haben, wofür die beiden sehr dankbar sind. Nach dieser Phase war klar: das Haus wird ein Walmdachbungalow mit einer dreiseitig umlaufenden Veranda in einer leichten Hanglage. Also ganz besonders, genau wie die Häuslebauer selbst: „Wir lieben das ,Neue‘ und sind als Menschen alles andere als sesshaft. Wir lieben es, neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln und waren es gewohnt, mit dem VW Bus durch die südlich gelegenen Landschaften zu reisen. Das Ziel war immer, ein geerdetes, weites, nach oben offenes, aber gemütliches Ambiente zu schaffen. Ähnlich dem erlebten Ambiente von unseren ,Bully Reisen‘, nur halt eben größer“, meint Manfred. Dass dieses Haus speziell ist, das sieht man spätestens, wenn man in das neue Refugium hineinkommt. „Was wir nicht wollten, war ein weißer Würfel mit Flachdach, sondern eher ein bisschen mehr ,Chalet-Stil‘. Das Endkonzept war das Ergebnis eines interaktiven Prozesses mit Inspirationen aus Fachzeitschriften, Diskussionen mit Architekten und Familienmitgliedern aus der Baubranche. Bei der Einrichtung lehnten wir uns durchwegs an das Material- und Farbkonzept des Hauses an. Weißtanne, Stahl, Beton, respektive Schlammfarben, Schwarz und Grau – das war ebenfalls ein Tipp eines befreundeten Architekten und wir fühlen uns mit diesem Konzept sehr wohl. Denn der minimalistische Stil mit geraden Linien wirken auf uns sehr beruhigend. Für uns war von Anfang klar, dass wir dies im Gesamtkonzept berücksichtigen wollen“, so
Bianca.  (bitte umblättern)

Auch bei der Einrichtung wurde darauf geachtet, dass es schlicht bleibt: „Uns war wichtig, dass wir architektonische Ordnung halten können. Beispielsweise versuchten wir bei der Planung schon jeglichen Stauraum in die Wände zu integrieren“, erzählt Manfred. Auf die Frage nach dem Lieblingsplatz im Haus kann Bianca eine ganz klare Antwort geben: „Wir haben versucht, jedem Raum etwas Außergewöhnliches zu verleihen und machten dabei selbst bei Waschküche und Gang nicht Halt. Aber die beiden Sitzfenster in der Wohnküche sind definitiv ganz vorne dabei!“

Immer was zu tun

Noch sind nicht alle Innenräume fertiggestellt, doch das dürfte nicht mehr lange dauern, wie Manfred erklärt: „Man sagt ja, dass man als echter Häuslebauer nie fertig wird. Ehrlich gesagt versuchen wir bis zum Sommer hin die Innenräume zu komplettieren, um dann im Nachgang uns an den Außenbereich zu wagen. Aber wie sagt man so schön – wir haben dabei keinen Stress!“

Der Nestbau auf Instagram

Für alle, die Inspirationen für den eigenen Hausbau suchen, haben sie die Instagram-Seite „nestbau.design“ ins Leben gerufen. „Wir wollten den Baufortschritt einfach und schnell fotografisch dokumentieren. Da wir uns schon in der Planungsphase auf Instagram und Pinterest viele Ideen und Inputs geholt haben, kam uns die Idee, selbst einen Instagram-Kanal zu erstellen. Wir haben uns kurzerhand einen kreativen Namen gesucht, einen Account eröffnet und unsere Community aufgebaut. Diese Plattformen eignen sich ideal, um sich inspirieren zu lassen, sich auszutauschen und Gesehenes zu diskutieren“, erklärt Bianca. Doch die beiden wollen authentisch bleiben: „Wer uns auf ,nestbau.design‘ besucht, bekommt nicht nur das geschönte Endergebnis gezeigt, sondern auch hilfreiche Tipps und Tricks für Selbsthandanleger, Beratung und brauchbare Produkt- und Firmenreferenzen. Natürlich sind auch kleinere Baufails und ihre Auswirkungen zu entdecken, denn auch bei uns lief nicht alles glatt“, grinst Bianca. Für die Zukunft wünschen sich die beiden „dass wir gesund bleiben, die Familienzeit mit der Kleinen in vollen Zügen genießen können und wir noch in zehn Jahren sagen können, unser Haus ist echt mega geworden und wir würden wieder so bauen!“

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