Ausbildung gemeistert!

|1| Mit Liebe zum Detail gefertigte Schubladen. |2| Aufwendig: Die Ecken des Schreibtisches wurden gezinkt. |3| Max Echter hat mit seinem Meisterstück auf voller Linie überzeugt. Fotos: handout/WKV

|1| Mit Liebe zum Detail gefertigte Schubladen. |2| Aufwendig: Die Ecken des Schreibtisches wurden gezinkt. |3| Max Echter hat mit seinem Meisterstück auf
voller Linie überzeugt. Fotos: handout/WKV

Max Echter ist ein frisch gebackener Meister – und zwar ein Tischlermeister. Seinen Weg hat er als Lehrling bei der Tischlerei Sigg begonnen.

Für Max war keineswegs immer schon klar, dass er Tischler werden wollte. Erst als er in der väterlichen Werkstatt im Keller des Hauses öfter selbst herumgebastelt hat, entdeckte er die Freude am Handwerk. Und so entschied er, sich um eine Lehrstelle in einer Tischlerei zu bemühen. „Es war anfänglich eher noch ein Versuch. Aber mit jedem Tag ist die Begeisterung gewachsen und schlussendlich wusste ich, dass es der richtige Beruf für mich ist“, beschreibt Max Echter seine Entwicklung. Das Schöne ist aus seiner Sicht die Vielfältigkeit, die der Beruf mit sich bringt. „Wir können eigentlich alles machen – vom Fenster bis hin zur Küche und vom einzelnen Möbelstück bis zu gesamten Einrichtungen“, so Max. Oft sind es schwierige Raumsituationen oder besonders anspruchsvolle Kundenwünsche, die es zu lösen gilt. Da ist Kreativität, planerisches Denken und oftmals auch viel Fantasie gefragt. „Wenn dann aber am Ende das Projekt fertiggestellt und die Aufgabe gelöst ist, dann macht das unheimlich stolz und zufrieden“, beschreibt er eine ganz wichtige Seite seines Berufs: Das Ergebnis ist immer sofort sichtbar und begreifbar, im wahrsten Sinn des Wortes.

Natur trifft Innovation

Das Arbeiten mit Holz, einem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff, der meist aus der Region kommt, ist für jeden Tischler etwas ganz Besonderes. Nachhaltigkeit und Langlebigkeit sind keine Schlagworte, sondern selbstverständlicher Bestandteil jeder Tischlerarbeit. Dass bei der Verarbeitung High-Tech-Maschinen zum Einsatz kommen – neben zahlreichen Tätigkeiten, die nur von Hand erledigt werden können –, macht den Beruf auch für technikaffine Mädels und Jungs attraktiv.

Zahlreiche Möglichkeiten

Mit einer Tischlerlehre stehen viele Türen offen. Max wurde geraten, ein Studium anzuhängen. Er entschloss sich aber für die Meisterprüfung und ist mit seiner Entscheidung mehr als glücklich. „Was man dabei nach der Lehre noch lernt, eröffnet mir die Möglichkeit, meinen eigenen Betrieb aufzumachen oder einfach hier, wo ich jetzt bin, weiterzukommen“, so der frischgebackene Tischlermeister. Und er ergänzt: „Ich kann nur jedem raten, Tischler zu werden. Es ist ein unglaublich toller Beruf mit Zukunft, Möglichkeiten und täglichem Zufriedenheitsfaktor.“ MH

Infos


561 Tischlerbetriebe in Vorarlberg
231 Lehrlinge, davon 39 weiblich
2 Lehrberufe: Tischler und Tischlereitechnik (Schwerpunkt Produktion oder Planung möglich)

Weitere Infos unter:
tischlerlehrevorarlberg.at

Wann & Wo | template