„Unterwegs in der Welt, zu Hause in Wolfurt“

Benjamin und sein Teamkollege David haben gemeinsam schon viele sportliche Erfolge erzielt.

Benjamin und sein Teamkollege David haben gemeinsam schon viele sportliche Erfolge erzielt.

Der Wolfurter Benjamin Bildstein (29) ist erfolgreicher Segler und war heuer bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei. W&W erzählt er von seinen sportlichen Erfolgen und was ihm an seiner Heimatgemeinde am besten gefällt.

Was hat dich zum Segeln gebracht, was fasziniert dich daran? Mein Vater hatte einen sportlichen Katamaran am Bodensee, weshalb ich schon im Kindesalter mit aufs Wasser durfte. Selbst aktiv zu segeln, begann ich mit etwa elf Jahren im Yacht Club Bregenz. Mich fasziniert, dass jede Ausfahrt ein Abenteuer ist, denn Wetter und Wind ändern sich ständig und somit ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen.

Du warst heuer bei den Olympischen Spielen in Tokio, was war es für ein Gefühl, dabei zu sein? Olympische Spiele sind das Highlight in der Karriere eines jeden Sportlers. Es war ein tolles und prägendes Gefühl, in meiner Disziplin auf einem wirklich hohen Niveau zu sein und perfekt vorbereitet in die Rennen zu starten. Mein schönstes Erlebnis wurde es jedoch leider nicht, da ich im Wettkampf nicht mein volles Potential ausschöpfen konnte. Das war ehrlicherweise enttäuschend, es relativiert sich aber, denn mit etwas Abstand realisiere ich, dass wir ja immerhin die Zehntbesten der Welt sind.

Du bist gebürtiger Wolfurter. Was verbindest du mit der Marktgemeinde? Wolfurt ist für mich Zuhause und Heimat, auch wenn ich als Segler viel durch die Welt reise. Genau dadurch sehe und schätze ich aber auch Dinge, die für uns schnell mal selbstverständlich sind. Ich genieße die zentrale Lage der Gemeinde, denn von Wolfurt aus bin ich schnell am See, in Dornbirn im Olympiazentrum oder in den Bergen.

Was sind deine Lieblingsorte in Wolfurt? Den „Trüllastoa“ an der Ach finde ich zum Baden oder Grillen super. Der Ippachwald hinter dem Schloss und der Alten Schmiede ist ein echter Erholungsort, denn er bietet gute Kurzwanderungs- und Trainingsmöglichkeiten direkt vor unserer Haustür. Und wenn man Glück hat, wird die Runde noch mit einem schönen Sonnenuntergang vom Dreiländerblick auf das Rheintal, den Schweizer Bergen und dem See gekrönt. Zu einem weiteren Lieblingsort zählt auch der Cubus, weil ich da einige unvergessliche Nächte in Erinnerung habe.

Was steht in der nächsten Zeit bei dir an, was bringt die Zukunft? Wir haben jetzt fünf Jahre lang hart für Olympia trainiert, deshalb haben wir nun kurz eine Pause und Erholung verdient. Ich war in den Bergen, am Strand von Sardinien und demnächst bin ich auf einem Yachttörn an der Cote D‘Azur. Sportlich geht es dann im Oktober wieder los. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich mir weiterhin ambitionierte Ziele (nicht nur sportlich) stecke und diese auch mit Entschlossenheit und voller Energie verfolge.

<p class="caption">Im Wald hinter dem Schloss und der Alten Schmiede geht Benjamin gerne laufen – hier ist der Erholungsfaktor besonders groß.</p>

Im Wald hinter dem Schloss und der Alten Schmiede geht Benjamin gerne laufen – hier ist der Erholungsfaktor besonders groß.

<p class="caption">Benjamin ist erfolgreicher Segler – er hat schon Medaillen bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Weltcups gewonnen. Fotos: handout/Bildstein</p>

Benjamin ist erfolgreicher Segler – er hat schon Medaillen bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Weltcups gewonnen. Fotos: handout/Bildstein

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