„Dein Erscheinungsbild ist Kapital“

Model zu sein ist kein „eight to five“ Job. Dejan hat auch Tage, die um sechs Uhr morgens starten und um Mitternacht enden. Fotos: handout/Krst/Philipp Bickel/Savarino Alexander

Model zu sein ist kein „eight to five“ Job. Dejan hat auch Tage, die um sechs Uhr morgens starten und um Mitternacht enden. Fotos: handout/Krst/Philipp Bickel/Savarino Alexander

Der 36-jährige Dejan Krst aus Bregenz erzählt nach 17 Jahren Berufserfahrung als internationales Model, wie es ist, für diese ­Branche zu leben.

Nachdem Dejan 2004 zum Mister Austria gewählt wurde, durfte er mit jungen 19 Jahren in das Model­business eintauchen. „Anfangs war es etwas mühsam, als Model zu arbeiten, da ich wenig Erfahrung und Bildmaterial zur Verfügung ­hatte, jedoch packte mich vom ersten Augenblick an die Leidenschaft für diesen Beruf“, erklärt das mittlerweile international erfolgreiche Model. Obwohl dieses Business eines der härtesten ist, verlor der gebürtige ­Bregenzer nie sein Ziel aus den Augen: „Ich durfte schon früh mit der Team Agentur auf Tourneen gehen und die neueste Mode präsentieren. Ich habe mich sofort in diesen Beruf verliebt und bin aufgeblüht, wie noch nie zuvor. Model sein ist allerdings kein Honigschlecken. Der Tag ist getaktet, die Agentur ist für die Vermittlung zuständig und schickt dir den Zeitplan. Du bist weiters einem ständigen ­Konkurrenzkampf ausgesetzt und solltest daher hart im Nehmen sein und Durchhalte­vermögen besitzen. Dein ­Erscheinungsbild ist dein ­Kapital – das heißt, du solltest 365 Tage im Jahr einen guten Body haben und fit aussehen. Im Winter wird zudem die Sommerkollektion geshootet und da sollte man nicht zu viele Weihnachtskekse genascht haben. Dieses höchst professionelle Arbeiten habe ich für mich entdeckt, weshalb mir stundenlanges Stylen und Posen absolut nichts ausmachen. Ich wusste von Anfang an, das ist der Preis, den ein Model für mehr oder weniger Ruhm zu zahlen hat und ich zahle ihn unglaublich gerne!“

Unbezahlbare Erfahrungen

Der 36-Jährige berichtet, dass man als Model sehr viele Einblicke und Infos in alle Branchen bekommt und sich dadurch ein breites Wissen aneignen kann, wenn man sich darum bemüht. „Soviel Einblick bekommt man in keinem Beruf“, fügt er hinzu. Abschließend erzählt das vielgereiste Model: „Ich hatte das Glück, mit vielen Tänzern und Schauspielern arbeiten und somit von ihnen lernen zu dürfen. Das hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Die Körperbeherrschung und die Mimik sind im Modelbusiness das wichtigste Werkzeug, neben der Persönlichkeit, der professionellen Arbeitseinstellung und natürlich der Liebe zum Beruf.“

<p class="caption">Dejan durfte für namenhafte Marken wie Hugo Boss, Stone Island, Head, Adidas, Jockey und ­Tommy Hilfiger arbeiten.</p>

Dejan durfte für namenhafte Marken wie Hugo Boss, Stone Island, Head, Adidas, Jockey und ­Tommy Hilfiger arbeiten.

<p class="caption">Das Model weiß sich zu ­präsentieren und wie wichtig das persönliche Auftreten im Netz und im Leben ist. Seine 50.000 Follower auf Instagram pflichten ihm da sicherlich bei.</p>

Das Model weiß sich zu ­präsentieren und wie wichtig das persönliche Auftreten im Netz und im Leben ist. Seine 50.000 Follower auf Instagram pflichten ihm da sicherlich bei.

<p class="caption">Als Model muss man stets ein gepflegtes Erscheinungsbild an den Tag legen und sollte dennoch natürlich aussehen.</p>

Als Model muss man stets ein gepflegtes Erscheinungsbild an den Tag legen und sollte dennoch natürlich aussehen.

<p class="caption">Derzeit macht der 36-Jährige eine Ausbildung als diplomierter ­Mentaltrainer.</p>

Derzeit macht der 36-Jährige eine Ausbildung als diplomierter ­Mentaltrainer.

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