Die hohe Kunst des „Marke-ting“

Gleiches von Gleichem haben wir schon. Wir leben in einer Zu-viel-isation. Fotos: handout7bfi ak

Gleiches von Gleichem haben wir schon. Wir leben in einer Zu-viel-isation. Fotos: handout7bfi ak

Wolfgang Frick vermittelt im neuen BFI-Lehrgang „Erfolgreiches Marketing Management“ wie Marken erfolgreich Nutzen und Vertrauen schaffen.

Er nennt es „Marke-ting“. Denn Marken sind wichtig. Wolfgang Frick weiß das. Er lebt davon. Der frühere Marketing- und Einkaufsvorstand der Spar AG hat darüber Bücher geschrieben. In einem Lehrgang unterrichtet er ab diesem Frühjahr am BFI der AK „erfolgreiches Marketing Management“.

Sich selber als
Marke definieren

Das beinhaltet auch eine Reise ins eigene Ich. Nein, „ein Selbstfindungsseminar ist das nicht“. Aber Wolfgang Frick wird den TeilnehmerInnen beibringen, sich selber neu zu positionieren. Sie erhalten die Toolbox dafür. Die wird reichhaltig sein. Denn „wenn man nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.“ Sich selber als Marke definieren – das wirft Fragen auf: Was kann ich am besten? Was sind meine Kernwerte, meine Einstellungen? Die Antworten lassen sich dann aufs Produkt umlegen. Und wie muss Marketing nun beschaffen sein, damit es glückt? „Es braucht ein Nutzenversprechen“, antwortet Frick: „Der Kunde sucht einen Nutzen und kein Produkt. Diesen Nutzen muss ich erklären.“ Der Preis ist nicht so entscheidend. „Marken definieren sich selten über den Preis.“ Das Produkt muss relevant sein und sich von anderen gut unterscheiden. „Denn Gleiches vom Gleichen haben wir schon. Wir leben in einer „Zu-viel-isation“. Das alles will gut kommuniziert werden, und zwar auch offline.

Vertrauen schaffen

Dass der Überfluss den Mangel abgelöst hat, macht „Marke-ting“ zur hohen Kunst. „Die Frage ist: Welchen psychologischen Zusatznutzen liefert mir die Marke, dass ich mich besser, wohler, jünger, entspannter fühle.“ Denn Marken geben Halt. „Sie sind vertrauensbildend. So schalten Marken unser Kaufverhalten auf Automatik.“ Immer mehr Konsumenten wollen heute wissen, wofür die Marke steht: Steckt da keine Kinderarbeit dahinter? Zahlt sie ein in die CO2-Reduktion? Werden die Leute dahinter gerecht entlohnt?“ In den Antworten auf solche Fragen versucht die Marke, die ganze Wertschöpfungskette abzubilden. All das lernen die TeilnehmerInnen ganz praktisch im neuen Lehrgang.

<p class="caption">Wolfgang Frick</p>

Wolfgang Frick

Weitere Informationen unter:
www.bfi-vorarlberg.at