„Der Welt etwas zurückgeben“

Patrick Gutensohn alias „Good Lee“ hat vor Kurzem sein erstes Album „Minute of Peace“ veröffentlicht.  Fotos: handout/Good Lee, Emir Uysal

Patrick Gutensohn alias „Good Lee“ hat vor Kurzem sein erstes Album „Minute of Peace“ veröffentlicht.  Fotos: handout/Good Lee, Emir Uysal

Patrick Gutensohn aus Dornbirn lehrte viele Jahre an der FRK-Danceschool. Heute wohnt er in Wien und hat ­kürzlich sein erstes Album veröffentlicht.

WANN & WO: Vom Breakdancer zum Musikproducer. Wie kam es zum Sprung?

Good Lee: Da für mich Tanz und Musik Hand in Hand gehen, kribbelte es mir immer schon in den Fingern, mich einmal an die Musikproduktion heranzutasten. Ich fing an, zusammen mit meinem Crewmate und engen Freund Mike „Funky Mike“ Saretzki, erste Tracks zu bauen. Es hat mich auch immer schon fasziniert, wie aus diesen magischen Frequenzen Töne entstehen, die in den Menschen seit jeher alle möglichen Emotionen, Momente und Erinnerungen erwecken, erzeugen und verstärken.

WANN & WO: Mit welchen Musikgenres beschäftigst du dich?

Good Lee: Mein Spektrum ist relativ breit, so auch mein Background. Die Musikrichtung, mit der ich schon immer resoniert habe, heißt „Downtempo“. Ich bin seit jeher ein Fan von melodischen, epischen und melancholischen Songs und Soundscapes bzw. auch Filmmusik.

WANN & WO: Wie lange hast du an diesem Album gearbeitet?

Good Lee: Alles in allem waren es rund zwei Jahre. Wobei ich bei den ersten entstandenen Tracks, wie z.B. „Echoes“, „Dive“ oder „Mandala“ nie den Gedanken hatte, ein Album zu kreieren. Nach einer gewissen Zeit sah ich jedoch einen roten Faden und dass jeder Song auch einen gewissen Zeitpunkt bzw. eine Erfahrung meines Lebens reflektiert.

WANN & WO: Was war das Schwierigste daran?

Good Lee: Das Schwierigste für mich war und ist noch immer, einen Song abzuschließen. Ich finde andauernd Details, die ich entweder ändern bzw. hinzufügen möchte oder will plötzlich alles komplett umkrempeln. Noch dazu kommt das typische „Selbstkritik-Syndrom“ (lacht).

WANN & WO: Auf dem Album ist nur ein Song mit einer Vokalistin enthalten – was fasziniert dich an instrumentalen Sounds?

Good Lee: Das liegt größtenteils einfach an meinem persönlichen Geschmack. Ich sehe in instrumentaler Musik aber auch eine Art universelle Weltsprache, die viel Platz für eigene Fantasie und Interpretation offen lässt, ohne eine bestimmte Thematik im Vordergrund zu haben. Für die Zukunft sind jedoch einige neue Vocal-Features in Planung, auf die ich sehr gespannt bin.

WANN & WO: Kann man zu deiner Musik gut tanzen oder ­breakdancen?

Good Lee: Ich denke, das ist immer eine subjektive Sache. Das Album enthält den einen oder anderen Uptempo-Track, bei dem ich tatsächlich im Hinterkopf hatte, die „Clubtauglichkeit“ zu beinhalten, wollte aber nicht zwingend Dancetracks daraus machen. Es passiert mir lustigerweise fast immer, dass ich, wenn ich versuche, Tanztracks zu machen, das Feedback bekomme: „Woah, der Song ist super zum Relaxen!“ (lacht)

WANN & WO: Welches Ziel verfolgst du mit deiner Musik?

Good Lee: Als Seele in Balance, Positivität, Liebe und Mitgefühl zu wachsen und hoffentlich der Welt etwas Kleines zurückzugeben mit dem, was ich mache.

<p class="caption">Good Lee im Studio.</p>

Good Lee im Studio.

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