„Das Verrückte schlummert in uns“

Die WANN & WO-Redakteurinnen backstage mit Kevin und Sushi von Eskimo Callboy.

Die WANN & WO-Redakteurinnen backstage mit Kevin und Sushi von Eskimo Callboy.

Eskimo Callboy waren vergangenen Samstag im Prachtclub zu Gast. W&W traf Sushi und Kevin für ein Backstage-Interview!

WANN & WO: Den Nachmittag vor dem Konzert habt ihr an der schönen Dornbirner Ache verbracht. Gefällt’s euch hier?

Sushi: Ja voll! Man spielt ja schon mal öfters Locations wie die hier, aber das Conrad Sohm ist wirklich geil. Wir sind hier total gerne, weil es mitten in den Bergen liegt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es in Vorarlberg immer ein totaler Abriss ist, die Menschen gehen total ab. Wir schätzen es sehr, wenn die Leute kommen und unsere Musik feiern. In einem kleinen Club ist es persönlicher – man riecht den Schweiß und man kann die Leute anfassen!

WANN & WO: Geht ihr zuhause auch so ab, wie auf der Bühne?

Sushi: Eigentlich sind wir relativ unspektakulär (lacht). Wir stehen um 14 Uhr auf und gehen frühstücken – auf der Tour wohlgemerkt. Dann spielen wir eigentlich den ganzen Tag nur Fifa bis etwa 19.39 Uhr und dann fangen wir an zu saufen – jeden Tag.

Kevin: Wir sind alle total überdreht, mehr oder weniger. Sushi und ich sind so ein bisschen die Bekloppten, aber jeder hat so seinen eigenen Part. Das Verrückte schlummert in uns! Natürlich renne ich nicht wild umherspringend durch unseren Supermarkt um die Ecke – zumindest nicht mehr! Auf der Bühne kann man sich ausleben.

WANN & WO: Wie kommt ihr immer auf diese verrückten Songtitel? (Anm. d. Red: „Muffin Purper Gurk“, „Antichrist Sex Pornstyle“)

Kevin: Auf der neuen Platte haben wir das gar nicht mehr – früher war das viel schlimmer. Das passiert spontan, es gibt zu allen Titeln so eine Geschichte. Wir haben früher während des Musikmachens gleich die Texte drauf geknallt. Ich kann mich noch erinnern, irgendwann ging Sushi mal aufs Klo, kam wieder und sagte: „Hey, lass uns mal was mit ‚rubberducky clusterfuck‘ machen.“ Das kam dann einfach so, da steckt nichts dahinter.

WANN & WO: Wieso hat es mit Schlagzeuger David und der Bachelorette eigentlich nicht geklappt?

Kevin: Das ist manchmal so. Ich würde sagen, es sind ein paar Dinge dumm gelaufen, es ist nicht alles so, wie es scheint und Fernsehen ist ein böses Geschäft. David war voll drinnen, auch mit dem Herz. Im Endeffekt ist es so, sie ist eine Katzenliebhaberin und David ist mehr so der Hunde-Typ. Darum hat das nicht funktioniert.

WANN & WO: Seid ihr eigentlich alle vergeben?

Sushi: Ja, alle außer David. Von jetzt an rennen uns die ganzen Hundeliebhaber sicher die Bude ein (lacht).

<p class="caption">Die Metalcore-Band bei ihrem Auftritt im Prachtclub vergangenen Samstag. Fotos: W&W/Purin</p>

Die Metalcore-Band bei ihrem Auftritt im Prachtclub vergangenen Samstag. Fotos: W&W/Purin

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