„Ein Smiley ersetzt kein echtes Lächeln“

„Facebook kann keine echten Freundschaften ersetzen“, sagen die Autoren.  

„Facebook kann keine echten Freundschaften ersetzen“, sagen die Autoren.  

Das neue Buch „Klick und weg!“ analysiert unser Facebook-Verhalten und gibt eine Anleitung zum Ausstieg.

„Facebook und Social Media siedeln uns mehr und mehr in eine digitale Welt um – mit der Folge, dass die echte Welt verödet und wir im echten Leben immer einsamer werden“, erklärt seit jeher Facebook- und Social Media-abstinente Autor Ben Springer. „Nicht wenige von uns verbringen bereits mehr Zeit in der digitalen Welt als in der realen. Doch ein Smiley ersetzt kein echtes Lächeln und ein Like kein Schulterklopfen, eine Umarmung oder einen Kuss“, sagt Springer auf die Frage nach dem Antrieb hinter „Klick und weg!“. Sein Co-Autor, Psychiater und Therapeut Dr. Kurosch Yazdi, unterstützt ihn mit wissenschaftlichem Rat und stellt klar: „Ja, Facebook ist ein Suchtmittel. Wie auch andere Suchtmittel, z.B. Nikotin und Alkohol, muss es nicht süchtig machen, wenn man es mit Vorsicht genießt. Bei übermäßigem Konsum kann aber eine echte Abhängigkeitserkrankung entstehen, weil viele Bestandteile der Sozialen Online-Medien das Belohnungszentrum des Gehirns anregen.“

„Wir sind tolle Menschen“

„Von Sucht spricht man, wenn z.B. junge Menschen den ganzen Tag online sind und damit Schule bzw. Beruf unmöglich werden oder das soziale Leben im Sinne von Familie, (offline) Freundeskreis und (offline) Hobbys keinen Platz mehr hat“, erklärt der renommierte Suchtmediziner. Mit „Klick und weg!“ möchten er und Bennett klarmachen: „Wir alle sind tolle Menschen, und zwar so wie wir sind – wir müssen uns weder verstellen noch digital in einen Superstar oder ein Model verwandeln.“ Darum geben die Autoren im Buch fünf Tipps, wie man aussteigt, wieder zu leben lernt und wir so wieder „miteinander kommunizieren, statt stumpf auf unsere Handys zu starren.“

<p>Ben Springer</p>

Ben Springer

<p>Kurosch Yazdi</p>

Kurosch Yazdi

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