„Zeit, die jungen Wilden ran zu lassen“

Am Samstag wird in der Vabrik gerockt: Die Coldplay Tribute Band wird dem Publikum einheizen. Foto: handout/Krobath

Am Samstag wird in der Vabrik gerockt: Die Coldplay Tribute Band wird dem Publikum einheizen. Foto: handout/Krobath

Am Samstag ist die Coldplay Tribute Band zu Gast in der Vabrik in Röthis. Mit „Helgaaa rockt“ wird danach noch richtig gefeiert. W&W sprach vorab mit Vabrik-GF Thomas Krobath.

WANN & WO: Was oder wer steckt hinter „Helgaaa rockt“?

Thomas Krobath: Im Juni 2018 habe ich das K-Shake als Konzept beerdigt, es war einfach Zeit für etwas Neues. Da ich selber am liebsten Rockmusik höre, wollte ich es mit einer monatlich, stattfindenden Rocknacht noch einmal versuchen. Es wäre ja gelacht, würde niemand mehr Rock hören. Und so lange die Rockfestivals, wie „Rock im Park“ und „Southside“ noch ausverkauft sind, muss es irgendwo da draussen Partypeople geben, die Gitarrensound lieben.

WANN & WO: Wie bist du auf den Namen „Helgaaa“ gekommen?

Thomas Krobath: Über den Namen habe ich mir wochenlang den Kopf zerbrochen. Es sollte etwas Kreatives sein. Jeder, der schon auf einem Rockfestival war, weiß um den Mythos von „Helgaaa“ (siehe Factbox). Wer sie kennt, müsste sich definitiv von dieser Party angesprochen fühlen.

WANN & WO: Am Samstag spielt in der Vabrik die Coldplay Tribute Band. Was erwartet die Besucher?

Thomas Krobath: Einmal im Monat spielt bei „Helgaaa rockt“ zuerst eine Live-Band und danach gibt es Rocksound vom DJ. Im Oktober war die Band „kurzfristig“ da, es war ein richtig toller Abend. Die Coldplay Tribute-Band habe ich in der Wirtschaft in Dornbirn gesehen. Ich bin bei Tribute-Bands immer sehr skeptisch, aber was ich dort gesehen und gehört habe, hat mich sehr überrascht. Es wird ein super Konzert und wenn nur wenige Leute kommen, dann wird es halt ein Privatkonzert für mich und meine Freunde (lacht).

WANN & WO: Welches Konzept steht hinter der Vabrik?

Thomas Krobath: Bevor die erste Disco (Starlight) am Standort eröffnete, war es eine Fabrik. Vabrik mit „V“ wie Vorarlberg, damit geht es auch mit der Homepage und in den Sozialen Medien leichter, da Vabrik eine Wortkreation ist. Der Trend hat sich in den letzten Jahren zur Eventkultur hin entwickelt. Die Vabrik ist ein Ort, in dem verschiedene, voneinander unabhängige, Veranstaltungen stattfinden. Es ist also keine Discothek im klassischen Sinn. Der Name der Location kann ruhig in den Hintergrund treten, wichtig sind die Events.

WANN & WO: Wer macht diese Events?

Thomas Krobath: Inzwischen bin ich auch schon 40 Jahre alt und es ist Zeit, die jungen Wilden ran zu lassen. Diese sind näher an den Gästen dran und leben ihre Events. Es bringt ja nichts, wenn ich als 40-Jähriger eine Hip Hop-Party schmeiße, das ist nicht authentisch. Wo ich mich aber auskenne, ist Rock und zudem war ich in den 90ern ein Teenager. Die zwei Events „Helgaaa rockt“ und die 90er Party „Wannabe“ sind mein Ding und das macht mir nach wie vor Spaß.

WANN & WO: Wie bekommt man einen Eventabend in der Vabrik?

Thomas Krobath: Ich brauche ein professionelles Konzept, bei dem ich erkennen kann, ob Interessierte sich auch wirklich Gedanken gemacht haben. Wenn das Ding gut durchdacht ist, gibt es grünes Licht.

INFOS


Coldplay Tribute Band
Afterparty mit „Helgaaa rockt“


WANN: Am Samstag, ab 21 Uhr

WO: Vabrik in Röthis

Facts:
# ab 18 Jahren

# Eintritt 10 Euro im Vorverkauf

# Abendkassa 12 Euro

# Einlass 21 Uhr – Konzertbeginn 22 Uhr

# Nach dem Konzert Afterparty mit
Rocksound

Infos:

www.facebook.com/eventvabrik

Der Ruf „Helgaaa“:

Der Ruf „Helgaaa“ ist ein Running-Gag auf diversen Festivals. Man munkelt, dass der Ruf von einem Festival-Besucher stammt, der nach seiner Freundin Helga rief, die spurlos verschwand.

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