Indianischer Alptraum

Speed Metal Punk von Indian Nightmare gibt es am Freitag im Schlachhaus.  Foto: handout/Konzett

Speed Metal Punk von Indian Nightmare gibt es am Freitag im Schlachhaus.  Foto: handout/Konzett

Am Freitag verabschieden Moros ihren Sänger Mons im Schlachthaus. Dazu gastiert mit Indian Nightmare hochexplosiver Speed Metal Punk aus Berlin in Dornbirn. W&W sprach mit Gitarrist Buruc, ehemals Moros.

WANN & WO: Wie viel „Multi-Kulti“ steckt in der Band Indian Nightmare?

Buruc: Uns gibt’s mittlerweile genau vier Jahre, damals habe ich unseren Sänger Cesar (Mexico) auf einer Party kennen gelernt. Er hat mich damals auf eine Probe eingeladen, dort erwarteten mich Cedro (Italien) am Bass und Dodi (Indonesien) an der Gitarre. Sie versuchten schon länger, eine aktive Band auf die Beine zustellen. Corrado (Italien) unser Schlagzeuger war auch vor wenigen Wochen erst dazu gestoßen. Somit war der chaotische Haufen mit mir (Türkei) an der zweiten Gitarre komplett, wir sind eine „Berliner Band“. Einmal hat ein Veranstalter in Finnland uns das Kürzel „From The World“ dazu geschrieben, das fand ich saugeil!

WANN & WO: Wie würdest du euren spannenden und vielschichtigen Sound denn beschreiben?

Buruc: Unsere verschiedenen Herkünfte haben sicherlich einen großen Einfluss auf unsere Musik, da jeder in einer anderen Szene aufgewachsen ist. Auch wenn die Überschrift Metal Punk lautet, sind diese Szenen in sich ganz unterschiedlich. Wenn wir es beim Namen nennen wollen, würde es wohl „Speed Metal Punk“ sein. Man nehme dafür eine gute Portion Venom, Darkthrone, Celtic Frost und Discharge, schmeiße alles auf einen Haufen, klettere oben drauf und das, was man dann am Horizont sieht, ist Indian Nightmare.

WANN & WO: Ihr bekommt akteuell viel Zuspruch – ist ein internationaler Durchbruch für euch als Band ein Ziel?

Buruc: Das Wichtigste ist, einfach nur eine gute Show zu spielen, in der wir unsere Message rüber bringen, um uns dann mit einer guten Party die Nächte um die Ohren zu schlagen. Egal, ob großes Festival oder irgendein kleiner Keller, wobei mir zweiteres fast lieber ist – Auge um Auge mit dem Publikum macht es am meisten Spaß! Wenn wir dabei international bekannt werden, ist das wohl eher ein Nebeneffekt, wir streben das nicht explizit an.

WANN & WO: Das Schlachthaus in Dornbirn hat für dich als ehemaliges Mitglied von Moros auch eine besonderen Bedeutung, oder?

Buruc: Auf jeden Fall! Hier hat damals alles angefangen! Außerdem passiert hier genau das, wofür Indian Nightmare steht. Hier kommen Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammen und können das ausleben, wofür ihre Herzen schlagen. Egal welcher Herkunft, wir leben für Metal, wir sterben für Punk! Umso wichtiger ist es in der heutigen Zeit der Polarisierung, zusammen zu halten und die Szene zu supporten, denn wir haben nur uns!

WANN & WO: Was sagst du zum Vorarlberger Metal aus Berliner Sicht?

Buruc: Das Schlachthaus ist definitiv schon zur internationalen Legende in der Szene geworden! Wenn ich heute meine Freunde aus bekannteren Gruppen wie Striker, Evil Invaders oder Cauldron in Berlin treffe, dann bin ich für sie immer noch der „Dude aus Dornbirn“. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass in Berlin die Szene etwas verwöhnt ist, da jedes Wochenende gefühlt eine Million Bands spielen.

WANN & WO: Ihr spielt mit euren Freunden von Moros, die selber eine großartige Band sind, am Freitag. Das ist gleichzeitig der Abschied von Mons, dem langjährigen, starken Moros-Sänger, also ein besonderes Event. Wirst du mit Moros die Bühne erklettern?

Buruc: Man munkelt, man munkelt … ob ihr richtig liegt, seht ihr, wenn ihr in der ersten Reihe steht und das Konzert nicht verpasst! HK

INFOS


Indian Nightmare plus Moros
(Mons Abschied)


WANN: Freitag, 15. Februar

Beginn: 20.30 Uhr

WO: Schlachthaus Dornbirn

Tickets: Musikladen