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Vinyl-Tipp

Bernhard

Bernhard

Sarah Shook & the Disarmers – „Years“

Bernhard, Musikladen Feldkirch­: „Wir haben des Öfteren Kund­innen (Genderfalle) im Geschäft, die beim Musikgenre Country sofort abwinken. Nein, Country, Pfui! Das ist Populärmusik für Republikaner wählende Rednecks. Toby Keith, Lee Greenwood und andere amerikanische Countrystars sind glücklich mit ihrem egoistischen und geistig schwer beschränkten Präsidenten. Es gibt aber auch den Outlaw Country und, in diesem Fall, Alternative Country. Die Texte sind fernab von Nationalismus und Truckeridyllen. Sarah Shook kommt aus North Carolina und sieht sich selber als Schnittstelle zwischen Hank Williams und Joan Jett. Zusammen mit ihrer Band the Disarmers legt sie ihr zweites Album vor. Lakonische Lieder über unglückliche Liebe (Heartache In Hell), Alkoholmissbrauch (The Bottle Never Lets Me Down), aber auch religiösen Fanatismus und Gleichberechtigung von Frauen und Männern, singt sie in angenehm unaufgeregtem Tonfall. Musikalisch ist die LP durchgehend relaxt und beseelt. Die Pedal-Steel-Gitarre unterstreicht den traditionellen Charakter dieser Musik. Der Gitarrist ist, meiner Ansicht nach, von Elvis’ frühem Gitarristen Scotty Moore beeinflusst worden. Wem Lucindia Williams, die Sadies oder auch unser Lokalmatador Prinz Grizzley gefällt, der sollte sich diese Musik mal anhören (Bloodshot Records).

Gewinnspiel
Wer an der Verlosung einer Platte teilnehmen will, schickt eine Mail mit „Sarah Shook“ sowie Name und Adresse an gewinnspiel@­wannunwo.at.

<p class="caption">Alternative Country.  Foto: handout/Musikladen</p>

Alternative Country.  Foto: handout/Musikladen