Sortout und ihr neues „Baby“

Metalcore aus Vorarlberg: Sortout melden sich in neuer Formation und mit jeder Menge Starkstrom zurück.  Fotos: Gmeiner, Mlynski

Metalcore aus Vorarlberg: Sortout melden sich in neuer Formation und mit jeder Menge Starkstrom zurück.  Fotos: Gmeiner, Mlynski

Am Freitag feiern die Ländle-Schwermetaller Sortout mit ihrer neuen Single „Illusions“ ihr Comeback. W&W sprach mit der Metalcore-Band über das Video und ihr neues Album.



Sortout – wieso war es lange Zeit so ruhig um eure Band?
Die Zeit ist zu schnell vergangen (lacht). Spaß bei Seite, es lag vorwiegend an den Änderungen in unserem Line-up. Teil einer Band zu sein erfordert sehr viel Commitment, Zeit und auch Geld. Da Sortout aus fünf Mitgliedern besteht, müssen auch alle bereit sein, ungefähr gleich viel in die Band zu investieren. Wenn sich hier die Balance verschiebt, ist es leider irgendwann notwendig, mit dem entsprechenden Mitglied das Gespräch zu suchen und zu überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, getrennte Wege zu gehen. Bis es dann aber wirklich zu einer Trennung kommt, vergehen rasch Monate, wenn nicht Jahre. Schließlich ist es für alle Beteiligten eine sehr schwere Entscheidung. Nach einer Trennung dauert es dann wieder eine gewisse Zeit, bis ein neues Bandmitglied gefunden ist und sich dieses ins Bandgefüge eingefunden hat.

Wie kommt ihr mit dem neuen Line-up klar? Man kann fast sagen: Aus zwei Bands, nämlich Sortout und NO.SAR, wurde nun eine neue. Mit Benjamin Herter (Gesang), der Gründungsmitglied von Sortout war, hat sich über die vergangenen Jahre mit Michael Geuze (Leadgitarre), Aaron Schedler (Rhythmusgitarre), André Hammerer (Schlagzeug) und Günter Meusburger (Bass), die alle bei NO.SAR gespielt haben, eine geniale Gang zusammengefunden. Auch über die Arbeiten an den neuen Songs haben wir uns inzwischen super aufeinander eingespielt und harmonieren – nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich – perfekt zusammen.

Wie würdet ihr euren aktuellen Sound beschreiben? Er ist zweifelsfrei in jeder Hinsicht eine Weiterentwicklung zu unserem ersten Album „Burden of Memories“. Im Vergleich dazu ist der Sound schneller, vielseitiger, technisch anspruchsvoller und auch teilweise härter. Im Laufe des Schreibprozesses haben wir uns aber entschieden, nicht den aktuellen Trends nachzueifern und so viel wie möglich elektronische Begleitungen einzubauen. Auch deshalb wird es spannend, wie die Community auf unseren beinahe „Oldschool-Metalcore-Sound“ reagieren wird (lacht). Wir haben auch nicht explizit nach klassischen Refrains gesucht, nur um in jedem unserer Tracks die Metalcore-typischen Clean-Gesangspassagen einzubauen. Wir wollten einfach ein Album, das über alles hinweg fegt und den Zuhörer mitreißt.

Am Freitag veröffentlicht ihr eure neue Single „Illusions“ samt feinem Video. Wir sind überglücklich, dass wir nach all den intensiven Jahren mit Höhen und Tiefen und harter Arbeit endlich unser erstes Baby in die weite Welt entsenden dürfen. Mit „Illusions“ bekommt man einen perfekten Vorgeschmack auf unser neues Album „Conquer From Within“. Der Song ist genauso intensiv, vielseitig und abwechslungsreich wie auch das gesamte Album. Wir haben uns ohne große Diskussionen sofort auf „Illusions“ als erste Single geeinigt. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber haltet euch fest, der Song ist jenseits eurer Vorstellungen – „Illusions“ eben (lachen).

In welche Richtung geht das neue Album? Nach wie vor Metalcore, mit Einschlägen aus anderen Genres wie Deathcore, Thrash oder Hardcore. Das Album ist aber wesentlich progressiver als der Vorgänger.

Gemeinsam mit MatakStudios habt ihr auch das Video produziert. Wie waren die Dreharbeiten? Die Zusammenarbeit mit Matak Studios, also Markus Gmeiner und Karin Faltejsek, war für uns ein absoluter Glücksfall. Wir haben ab dem ersten Treffen gespürt, dass die Chemie passt und so verliefen auch die Dreharbeiten. Es war mit Sicherheit nicht unser letztes gemeinsames Projekt!

Welche Pläne habt ihr für das Jahr, wo kann man euch demnächst live erleben? Wir brennen geradezu darauf, nach der Albumveröffentlichung am 21. Februar, die neuen Songs möglichst oft live zu spielen. Zuerst steht die Album-Release-Show am 7. März im Conrad Sohm an. Vorarlberg hat in der Vergangenheit schon gezeigt, dass es hier eine beachtliche Metal-Community gibt. Wir hoffen, dass wir diese wieder einmal im Sohm zusammenbringen können, um dann gemeinsam den Prachtclub zum Beben zu bringen. Danach sind einige Shows in Österreich und Deutschland geplant. Noch ist nicht alles spruchreif. Ihr dürft aber gespannt sein.

<p class="caption">Sortout bei den Dreharbeiten.</p>

Sortout bei den Dreharbeiten.

Mehr Infos unter:
www.sortout.org