Musikvideo ging durch die Decke!

Via QR-Code zum Musikvideo „Come back“ von Omar Sedky.  Foto: handout/privat

Via QR-Code zum Musikvideo „Come back“ von Omar Sedky.  Foto: handout/privat

Omar Sedky aus Feldkirch erzielte mit seinem Musikvideo „Come back“ über 60.000 Klicks!

Eine Krise macht erfinderisch: Omar Sedky aus Feldkirch ließ aufgrund der Pandemie nicht den Kopf hängen, sondern erkannte eine Chance. Wann sonst ergibt sich schon die Möglichkeit, ein so bekanntes Designhotel wie den Walliserhof in Brand, welches während Corona leer stand, als Kulisse für ein Musikvideo zu verwenden? Sedky und sein Team machten sich ans Werk und das mit Erfolg: Innerhalb kurzer Zeit erzielte das Musikvideo zum Song „Come back“ über 60.000 Views auf YouTube. „Hinter dem Projekt ‚Come back‘ steckt natürlich eine ganze Menge Arbeit. Allein schon der Videodreh, das Schneiden und das Ausarbeiten eines Promotion-Plans dauerten eine halbe Ewigkeit“, erklärt der junge Musiker im W&W-Interview.

„Mache alles selbst“

Doch die viele Arbeit und der Einfallsreichtum sollten belohnt werden – das Video, welches durch einen gelungenen Mix aus einem genialen Song, herausragenden Protagonisten und der überzeugenden „Hip-Hop-klassischen“ Tanzeinlage der zweifachen Ballet-Staatsmeisterin Leonie Wellinger überzeugt. Und das alles eingefasst in eine wunderbar traurige Story. „Der Song erzählt die Geschichte einer gescheiterten Liebe, eines zerbrechenden Herzens. Die Leere des Liebeskranken wird durch jene des gästeleeren Hotels und die Grazie der Balletteinlagen dramatisch verstärkt.“ Das Musikvideo verbreitete sich in nur kürzester Zeit auf der ganzen Welt. Dazu kommt, dass wirklich alles, was seine Musik angeht, aus Sedkys eigener Feder stammt: Er schreibt die Texte, produziert und mischt seine Tracks allesamt in seinem selbsteingerichteten Keller-Studio selbst. „Besonders achte ich bei meinen Songs auf eine gute Produktion, da ich ja selbst auch vorwiegend als Produzent meine musikalische Laufbahn begonnen habe. Auch jetzt mache ich eigentlich noch alles, was das Lyrische, aber auch die Produktion angeht, selbst. Lediglich beim Vocal-Coaching und dem Einsingen von Harmonien hatte ich Unterstützung“, erklärt Sedky. Immerhin ist der Feldkircher Musiker, auch wenn sein Alter von 21 Jahren vielleicht auf den ersten Blick nicht darauf schließen lässt, bereits ein alter Hase im Musikgeschäft: „Im Alter von fünf Jahren habe ich mit der Musik angefangen. Meine Oma schickte mich damals in die musikalische Früherziehung. So begann ich Schlagzeug zu spielen, später lernte ich mir selbst noch Gitarre. Vor neun oder zehn Jahren begannen ein Freund und ich dann damit, uns im Produzieren von Musik auszuprobieren.“ Von da an ging alles ganz schnell: „Von der Veröffentlichung meiner ersten Songs an, erfuhr ich bereits großen Support. Die Tracks schienen gut anzukommen und wurden viel geteilt. Nach der Veröffentlichung meiner ersten EP, bekam ich dann einen Management-Vertrag von einem amerikanischen Label.“ Doch dieser Zuspruch kommt nicht von irgendwo. Immerhin handelt es sich bei „Come back“ bereits um den siebzehnten Track des jungen Musikers. Knapp 400.000 Klicks hat der Feldkircher bereits auf Spotify.

Weitere Projekte in Arbeit

Omar Sedky legt sich, was seine Musik angeht, enorm ins Zeug: „Ich lege großen Wert darauf, dass meine Musik einzigartig ist. Ich verwende keine klassischen Hip-Hop-Beats, Rhythmen oder Elemente. Selbst habe ich einen sehr breitgefächerten Musikgeschmack und die verschiedenen Genres versuche ich auch in meine Tracks einfließen zu lassen. Für mich stellen meine Songs eine Art Tagebuch dar, ich kann darin die Zeit festhalten. Ich schreibe darüber, was ich erlebe, was ich sehe, was ich fühle. Auch für mich ist es also immer interessant, meine alten Tracks zu hören, dann bekomme ich eine Art Flashback.“ Sich auf seinem Erfolg auszuruhen, kommt für Sedky nicht infrage. Immerhin will der Feldkircher Musiker ganz groß raus: „Im Moment arbeiten wir an einem neuen Musikvideo. Außerdem mache ich mich in den nächsten Monaten auf den Weg nach Berlin, Wien und Zürich, um einige Features aufzunehmen. Ob Corona das zulässt, bleibt aber fraglich. Zu viel möchte ich aber nicht verraten, es soll spannend bleiben.“

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