Kampf gegen Antisemitismus­

Facebook gab neue Richtlinien gegen Antisemitismus und Hassreden bekannt.  Foto: AP

Facebook gab neue Richtlinien gegen Antisemitismus und Hassreden bekannt.  Foto: AP

Facebook geht gegen ­Verharmlosung und Leugnung des Holocausts vor: Entsprechende Einträge werden ab sofort gelöscht – auch bei Instagram.

Wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg Anfang Woche mitteilte, sollen Nutzer auf der Suche nach Informationen über den Völkermord der Nationalsozialisten an den europäischen Juden künftig auf verlässliche Seiten verwiesen werden. Holocaust-Überlebende weltweit hatten sich im Sommer an einer an Zuckerberg gerichteten Kampagne namens #NoDenyingIt beteiligt, die ihn aufforderte, Beiträge von der Plattform zu nehmen, in denen der Holocaust verleugnet wird. Die neue Richtlinie ist die jüngste Maßnahme des Internetkonzerns Facebook gegen Falschinformationen und Verschwörungstheorien in dem Netzwerk vor der US-Wahl im November. Als Begründung für die neuen Vorgaben teilte das Unternehmen mit, der Zuwachs von Antisemitismus weltweit sei gut dokumentiert. Insbesondere unter jungen Menschen sei die Ignoranz beim Thema Holocaust alarmierend. Umfragen zufolge halten einige jüngere US-Amerikanerinnen und Amerikaner das Ausmaß des Holocaust für übertrieben oder halten ihn für erfunden. Zuckerberg, der selbst Jude ist, hatte einmal gesagt, er persönlich empfinde ein Leugnen des Holocausts als tief verletzend. Zugleich glaube er aber daran, dass im Kampf gegen Hassrede positive Rede das beste Mittel sei.

Einträge werden gelöscht

Einträge, in denen der Holocaust geleugnet wird, sollen laut dem Konzern ab sofort auf den Plattformen Facebook und Instagram entfernt werden. Es könne aber etwas dauern, bis die technischen Systeme und Mitarbeiter weltweit angepasst beziehungsweise geschult worden seien.