Österreich wird Cloud-Region

Microsoft hat das Ziel, die IT-Infrastruktur und die öffentlichen Regierungsdienste zu ­modernisieren und Industrieinnovationen in Österreich zu fördern.  Foto: AP

Microsoft hat das Ziel, die IT-Infrastruktur und die öffentlichen Regierungsdienste zu ­modernisieren und Industrieinnovationen in Österreich zu fördern.  Foto: AP

Microsoft investiert in den nächsten vier Jahren rund eine Milliarde Euro, um Österreich in eine Rechenzentrumsregion zu verwandeln.

Der US-Technologiekonzern Microsoft setzt nicht mehr hauptsächlich auf Software, sondern investiert weltweit massiv in Cloud Computing. Auch Österreich soll nun seine erste Cloud-Rechenzentrumsregion bekommen – in den nächsten vier Jahren will Microsoft hier rund eine Milliarde Euro dafür ausgeben, kündigte Österreich-Chefin Dorothee Ritz gestern in Wien an. Es handle sich um die bei weitem größte Investition, die Microsoft je in Österreich gemacht habe, sagte Microsoft-Präsident Brad Smith in einer eingespielten Video-Botschaft.

29.000 neue Arbeitsplätze

Österreich werde damit eine von künftig insgesamt 64 solcher Rechenzentrumsregionen sein, die 140 Länder bedienen, sagte Ritz. Der Marktforscher IDC habe den gesamtwirtschaftlichen Nutzen eines solchen Rechenzentrums für die nächsten vier Jahre mit mehr als zwei Milliarden Euro berechnet. „Das ist ein dringend benötigtes Wirtschaftswachstum und schafft zusätzliche 29.000 Arbeitsplätze in den nächsten vier Jahren“ – nicht nur bei Microsoft selbst, sondern auch bei Kunden und lokalen Partnerfirmen. Es werde sich um mehrere Rechenzentren in Ostösterreich handeln, die sich gegenseitig sichern, erklärte Ritz, die genauen Standorte könne man jedoch aus Sicherheitsgründen nicht verraten.