Spirit of ’91


              Andreas Mäser, Booker beim Spielboden Dornbirn: „Damals war ich zehn Jahre alt und ein riesiger U2-Fan. Darum ist mein Lieblingsalbum aus 1991 sicher ‚Achtung Baby‘. Metallicas ‚Black Album‘ oder das Smashing Pumpkins-Meisterwerk ‚Gish‘ habe ich damals aber auch für mich entdeckt, da haben sich ganz neue Welten aufgetan – großartige Alben!“

Andreas Mäser, Booker beim Spielboden Dornbirn: „Damals war ich zehn Jahre alt und ein riesiger U2-Fan. Darum ist mein Lieblingsalbum aus 1991 sicher ‚Achtung Baby‘. Metallicas ‚Black Album‘ oder das Smashing Pumpkins-Meisterwerk ‚Gish‘ habe ich damals aber auch für mich entdeckt, da haben sich ganz neue Welten aufgetan – großartige Alben!“

„Nevermind“ wird am Freitag 30 Jahre alt – so wie eine Reihe legendärer Platten aus dem Mega-Musik-Jahr 1991. W&W fragte MusikerInnen nach ihren Favoriten.

„With the lights out it’s less dangerours.“ Sieben Worte aus der Kehle von Kurt Cobain, irgendwo zwischen Schreien und Krächzen, veränderten vor 30 Jahren die Musikwelt. Doch was bei all den Lobeshymnen auf „Nevermind“ oft untergeht: 1991 war nicht nur das Jahr von Nirvana, sondern von einer enormen Bandbreite legendärer Alben. Ausschnitt gefällig? Da war etwa „Innuendo“ von Queen, da war „Green Mind“ von Dinosaur Jr., „Original Soundtrack“ von den Doors, „Gish“ von den Smashing Pumpkins und „Entreat“ von The Cure. Blur hatten mit „Leisure“ ihr Debüt, R.E.M. mit „Out Of Time“ ihren Durchbruch. All das ist nur ein Bruchteil, Dutzende Künstler gingen mit ihren Werken aus 1991 in die Geschichte ein – als hätte Cobain für alle gesprochen: „Here we are now, entertain us.“

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              Christina Steinscherer, DJane Pierre Ciseaux: „‚Nevermind‘ war die erste CD, die ich mir in meiner Skater-Teen-Zeit um 269 Schilling im Musikladen Bregenz kaufte. ‚Something In The Way‘ ist der meistgehörte Song meiner Jugend. Im Gegensatz zu der heutigen ‚Fastfood-Musik‘ wurde damals Sound für die Ewigkeit geschaffen. Grunge und Britpop begleiten meine DJ-Sets bis heute. Zu legendären Songs aus 1991 zählen für mich auch ‚Nothing Else Matters‘ von Metallica und ‚November Rain‘ von Guns n’Roses. 
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Christina Steinscherer, DJane Pierre Ciseaux: „‚Nevermind‘ war die erste CD, die ich mir in meiner Skater-Teen-Zeit um 269 Schilling im Musikladen Bregenz kaufte. ‚Something In The Way‘ ist der meistgehörte Song meiner Jugend. Im Gegensatz zu der heutigen ‚Fastfood-Musik‘ wurde damals Sound für die Ewigkeit geschaffen. Grunge und Britpop begleiten meine DJ-Sets bis heute. Zu legendären Songs aus 1991 zählen für mich auch ‚Nothing Else Matters‘ von Metallica und ‚November Rain‘ von Guns n’Roses.

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              Thomas Pegram, Musiker und DSDS-Teilnehmer: „‚Smells Like Teen Spirit‘ von Nirvanas ‚Nevermind‘-Platte war der erste Song, den ich mit zwölf Jahren auf der E-Gitarre im Jazzseminar Dornbirn gelernt habe. Es brauchte nur diese vier Chords, um mich als kleiner Rockstar zu fühlen.“
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Thomas Pegram, Musiker und DSDS-Teilnehmer: „‚Smells Like Teen Spirit‘ von Nirvanas ‚Nevermind‘-Platte war der erste Song, den ich mit zwölf Jahren auf der E-Gitarre im Jazzseminar Dornbirn gelernt habe. Es brauchte nur diese vier Chords, um mich als kleiner Rockstar zu fühlen.“

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              Chris Comper, Sänger bei Prinz Grizzley: „1991 war ein veränderndes Jahr für die Musik-Szene. Allem voran ‚Nevermind‘ von Nirvana, das hat den ganzen ‚Hairspray Rock‘ und Bombast der 80er so richtig in den Arsch getreten und mit rauem, ehrlichen Sound und Texten den Weg aus dieser Scheinwelt bereitet. Für mich ist ‚Nevermind‘ eines der wichtigsten Alben, das ich je gehört habe. Als mir meine Schwester dieses Album überreicht hat und ich es zum ersten Mal gehört habe, hat es mich sofort tief berührt. Es war, als ob da jemand ist, der mich in meinem Teenager-Hormon-Wirrwarr versteht. Ab diesem Zeitpunkt habe ich nie mehr eine ‚Bravo Hits‘ auch nur angeschaut. Ich wusste, dass da was ist, in dem ich mich verwirklichen kann, nämlich Musik! Das Feuer war entfacht! Ohne Kurt Cobain kein Prinz Grizzley.“
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Chris Comper, Sänger bei Prinz Grizzley: „1991 war ein veränderndes Jahr für die Musik-Szene. Allem voran ‚Nevermind‘ von Nirvana, das hat den ganzen ‚Hairspray Rock‘ und Bombast der 80er so richtig in den Arsch getreten und mit rauem, ehrlichen Sound und Texten den Weg aus dieser Scheinwelt bereitet. Für mich ist ‚Nevermind‘ eines der wichtigsten Alben, das ich je gehört habe. Als mir meine Schwester dieses Album überreicht hat und ich es zum ersten Mal gehört habe, hat es mich sofort tief berührt. Es war, als ob da jemand ist, der mich in meinem Teenager-Hormon-Wirrwarr versteht. Ab diesem Zeitpunkt habe ich nie mehr eine ‚Bravo Hits‘ auch nur angeschaut. Ich wusste, dass da was ist, in dem ich mich verwirklichen kann, nämlich Musik! Das Feuer war entfacht! Ohne Kurt Cobain kein Prinz Grizzley.“

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              Herwig Bauer, Poolbar Festival: „Ich habe so viele Alben von 1991 noch genau im Kopf. Von den Massentauglichen natürlich Chili Peppers, Metallica, Pearl Jam, Nirvana, Pumpkins, A Tribe Called Quest, Pixies, REM, Massive Attack ... und ja, ich beichte: U2. Und aus der Nische Dinosaur Jr, Mudhoney und Blumfeld. Sonic Youth haben ja in dem Jahr leider nichts Neues rausgebracht. Was bei 1991 oft übersehen wird: ‚Wretch‘, das Debutalbum von Kyuss und ‚Spiderland‘ von Slint. Beide Bands haben Welten neu erfunden und üben noch heute großen Einfluss auf die Besten aus.“
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Herwig Bauer, Poolbar Festival: „Ich habe so viele Alben von 1991 noch genau im Kopf. Von den Massentauglichen natürlich Chili Peppers, Metallica, Pearl Jam, Nirvana, Pumpkins, A Tribe Called Quest, Pixies, REM, Massive Attack ... und ja, ich beichte: U2. Und aus der Nische Dinosaur Jr, Mudhoney und Blumfeld. Sonic Youth haben ja in dem Jahr leider nichts Neues rausgebracht. Was bei 1991 oft übersehen wird: ‚Wretch‘, das Debutalbum von Kyuss und ‚Spiderland‘ von Slint. Beide Bands haben Welten neu erfunden und üben noch heute großen Einfluss auf die Besten aus.“

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              Mia, Sängerin bei Junipa Gold: „Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie ich als kleines Mädchen heimlich vor der Zimmertür meines älteren Bruders saß, mich fragte was wohl das Poster mit dem nackten Baby auf seiner Tür soll und heimlich mitlauschte, wenn Nirvana und Pearl Jam aus seinem Zimmer dröhnten. Jahre später zogen mich ihre epischen Alben selbst in den Bann und haben mich definitiv geprägt, wie sie es hoffentlich noch viele zukünftige Generationen werden.“
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Mia, Sängerin bei Junipa Gold: „Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie ich als kleines Mädchen heimlich vor der Zimmertür meines älteren Bruders saß, mich fragte was wohl das Poster mit dem nackten Baby auf seiner Tür soll und heimlich mitlauschte, wenn Nirvana und Pearl Jam aus seinem Zimmer dröhnten. Jahre später zogen mich ihre epischen Alben selbst in den Bann und haben mich definitiv geprägt, wie sie es hoffentlich noch viele zukünftige Generationen werden.“

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              Anja Förtsch, Redakteurin: „Als am 24. September 1991 ‚Nevermind‘ herauskam, fieberte ich wohl gerade auf meinen vierten Geburtstag gut einen Monat später hin. Von Nirvana, Grunge oder überhaupt E-Gitarren hatte ich damals ziemlich sicher noch keinen blassen Schimmer. Doch so wenig ich damals von diesen drei Dingen wusste, so wuchtig sollten sie Jahre später in mein Leben treten. Gut zehn Jahre später hatte sich ‚Nevermind‘ schon unzählige Male in meinem CD-Player gedreht, mein blonder Kinderschopf leuchtete in allen erdenklichen Farben und meine E-Gitarre hatte ich öfter in der Hand als meine Schulhefte (sorry, Mutti). Klar, auch andere Platten aus ‘91 rangierten und rangieren weit oben in meiner persönlichen Hitliste. Aber keine berührte und beeinflusste mich so, wie ‚Nevermind‘.“
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Anja Förtsch, Redakteurin: „Als am 24. September 1991 ‚Nevermind‘ herauskam, fieberte ich wohl gerade auf meinen vierten Geburtstag gut einen Monat später hin. Von Nirvana, Grunge oder überhaupt E-Gitarren hatte ich damals ziemlich sicher noch keinen blassen Schimmer. Doch so wenig ich damals von diesen drei Dingen wusste, so wuchtig sollten sie Jahre später in mein Leben treten. Gut zehn Jahre später hatte sich ‚Nevermind‘ schon unzählige Male in meinem CD-Player gedreht, mein blonder Kinderschopf leuchtete in allen erdenklichen Farben und meine E-Gitarre hatte ich öfter in der Hand als meine Schulhefte (sorry, Mutti). Klar, auch andere Platten aus ‘91 rangierten und rangieren weit oben in meiner persönlichen Hitliste. Aber keine berührte und beeinflusste mich so, wie ‚Nevermind‘.“

Die W&W-Spirit of ’91-Playlist:
www.spoti.fi/3zfKbK9

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