Von wegen Leichtigkeit des Seins

Perspektivwechsel: Michael Naphegyi als Tape Moon. Foto: Fabiola Hagen

Perspektivwechsel: Michael Naphegyi als Tape Moon. Foto: Fabiola Hagen

Ländle-Musiker Michael Naphegyi (Rosi Spezial) hat sein Solo-Projekt Tape Moon gestartet. Und das entführt in andere Welten.

Schon Jazz, ja. Aber irgendwie eben auch Elektro. Und Ambient. Und Pop sowieso. Nur ziemlich psychedelisch. Nein, leicht fällt es nicht, die Musik von Tape Moon zu beschreiben. In seinem neuen Soloprojekt gibt sich der Vorarlberger Michael Naphegyi, den man bisher etwa von Rosi Spezial kennt, experimentell – also noch experimenteller als sonst. „Ich wollte auf ‚Absent‘ die Grenzen zwischen Pop- und experimenteller Musik aufbrechen und die Genres mit-einander vermischen.“ Hat er geschafft.

Lange Planung

Geplant war das Projekt schon länger, der Corona-Lockdown lieferte schließlich die perfekten Arbeitsbedingungen: Instrument für Instrument, Tonspur für Tonspur spielte der 29-Jährige eigenhändig in seinem Studio ein, übernahm auch die Federführung beim Mastering und Artwork der fertigen Platte. „Es war toll, auf diese Weise bei allem freie Hand zu haben“, so der Musiker.

Traum oder Albtraum?

Das gilt auch für die Inhalte der Songs: „Es geht um ernste Themen, die mir Sorgen bereiten. Etwa die Zukunft und das Weiterleben auf diesem Planeten“ erläutert er. „Das wollte ich aber nicht plump und plakativ in den Raum stellen, sondern versteckt und abstrakt ausdrücken. Bei der gewissen verträumten Stimmung auf dem Album sollen sich die Hörer fragen: Traum oder Albtraum?“ In „Friend Hazelnut“ singt Naphegyi: „You can choose to be a friend.“ Wenn es um Tape Moon geht, lohnt es sich allemal, sich dafür zu entscheiden.

Mehr Info unter:
www.tapemoon.
bandcamp.com

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